Hallo 2017, hallo Kraft der Gedanken

 

Moleskine Wochen Notizkalender 2017
Grundsätzlich halte ich nicht viel von diesen vollmundigen guten Vorsätzen, die man im neuen Jahr meist hochmotiviert vor sich herschiebt. Dennoch hat sich bei mir zum Jahreswechsel etwas verändert und eigentlich fing das schon viel früher in meinem Kopf an.
Ich liebe es, meine Fühler auszustrecken, mich inspirieren zu lassen, Neues auszuprobieren und viel zu oft ist es mir in der Vergangenheit passiert, dass sich meine glorreichen Ideen, Geistesblitze und Gedanken & Schlüsse über mich und das Leben entweder in einem losen Zettelhaufen aus To Do-Listen und „Hey, das merke ich mir mal“-Notizen verirrten oder nach ein paar Tagen in Vergessenheit gerieten. Und ja, manchmal stellt meine chaotische Hälfte meiner kreativen Schokoladenseite ein Bein und dann kommt sie, die zermürbende Unzufriedenheit, die oft negative Gedanken und noch mehr Durcheinander mit sich bringt.
Anstatt mich damit abzufinden, eine kleine Organisationsknalltüte zu sein und mich weiter in meinem Hamsterrad zu verheddern, möchte ich meine Gedanken, Ziele und Wünsche künftig besser strukturieren und organisieren, aus dem Kopf direkt zu Papier, alles an einem Ort bitteschön.
Einen Ort dafür habe ich in meinem Moleskine gefunden. Auf der Suche nach einem schmalen, handtaschentauglichen Format fiel meine Wahl auf den Wochen-Notizkalender, der in der Wochenansicht einerseits Platz für Termine bietet und außerdem auf der rechten Seite Raum für alles andere schafft, was mir noch so im Kopf herumfliegt, quasi ein Kalender und Notizbuch in einem.
Ich habe ein bisschen Zeit und Liebe in den Kalender investiert und nach meinen Bedürfnissen umgestaltet, mit Washi Tape verziert und ein paar kleine Dashboards eingebaut, die mir dabei helfen werden, meine Termine, Ideen und Ziele zu strukturieren. Eine große Inspiration für mich war und ist Ella The Bee, eine Organisationsbiene auf Youtube, von der ich mir in Sachen Organisation und Kalendergestaltung einiges abgucken konnte.

Moleskine Kalender 2017 Ziele

Und so sieht es nun von innen aus, mein neues Gehirn.
In meiner Wochenansicht reist eine Postkarte mit, die zum einen als Lesezeichen dient, zum anderen wird mich ein Zettel an der Rückseite der Karte an meine Monatsziele erinnern, die ich dank Tape immer wieder neu anlegen kann.
Auf den ersten sechs Seiten des Moleskine befinden sich meine persönlichen Dashboards, die inzwischen schon voll mit Klebezetteln sind (hurra, es funktioniert!). Diese habe ich thematisch passend mit Ausschnitten aus Zeitschriften gestaltet & beklebt und anschließend mit Buchfolie „einlaminiert“, so dass ich sie immer wieder neu mit Post Its und Notizen bekleben kann.
Los geht es auf der ersten Seite mit einem Braindump, einer Art Gedankenablage, auf der ich alle wilden Gedanken abladen kann, die erstmal nicht in eine Kategorie passen, meinen Arbeitsspeicher aber nicht unnötig belasten sollen. Direkt gegenüber auf Seite zwei befindet sich meine To Do-Liste, auf der momentan oben ein Zettel mit den dringlichsten Aufgaben (wichtig!) klebt und auf der unteren Seite ist ein kleinerer mit Dingen, die ich in den nächsten Tagen angehen werde (wichtig, aber nicht dringend). Meine Seite Nr. 3 ist gedacht fürs große Träumen und Wagen, hier möchte ich meine Wünsche und Ziele festhalten und in die Ferne schweifen. Auf Seite vier befinden sich meine Einkaufszettel für Lebensmittel, Kosmetik & Co., zum Teil auch mit Dingen, die ich bald im Netz nachbestellen möchte. Auf dem fünften Dashboard sammle ich Geschenk- und DIY Ideen sowie Rezeptverweise, die ich gern ausprobieren möchte. Das sechste und letzte Dashboard möchte ich als meine Blog- und Instagram Schatzkiste nutzen. .)
moleskine 2017 Kalender dashboards braindump

Einerseits warten viele Aufgaben auf mich, andererseits bringt diese Büchlein neue Struktur und eine herrliche Sicherheit in mein Leben. Ich freue mich auf dieses neue Jahr und die Kraft meiner Gedanken.
Falls ihr jetzt noch sehen wollt, wie mein neues Gehirn To Go  live und in Farbe aussieht, könnt ihr es euch hier auf Instagram mal anschauen.

Denn es kommt überall nicht auf den Gegenstand, sondern auf das Auge an, das ihn betrachtet, und unter den Sinnen eines Denkers wird alles zum Stoff.“
Heinrich von Kleist

In diesem Sinne wünsche ich viel Liebe, Sonne und kräftige Gedanken in 2017 und hoffe, euch ein wenig inspiriert zu haben.
Liebste Grüße,
Mexi

Wie plant & organisiert ihr eure Gedanken, Zeit und das, was euch wichtig ist?

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eine Tasse voll Gold: Goldene Milch DIY

Goldene Milch Diy Rezept
Wenn es draußen kalt ist, gibt es doch nichts Schöneres, als sich mit einem leckeren Heißgetränk von innen zu wärmen. Einer meiner derzeit liebsten Begleiter durch die dunkle Jahreszeit ist Goldene Milch (neudeutsch Kurkuma Latte) und das Rezept zu eben dieser goldigen Leckerei möchte ich heute mit euch teilen.
Kurkuma hat sich langsam aber sicher fast schon zum Trendgewürz entwickelt, was sicherlich auch an den zahlreichen positiven Eigenschaften liegt, die dem Farbstoff Curcumin zugeschrieben werden.

Kurkuma kennen die meisten sicherlich als Bestandteil von Curry, dem er seine leuchtend gelbe Farbe verleiht, oftmals wird er auch in Lebensmitteln als E100 zur Farbgebung beigemischt.
Die gelbe Knolle soll entzündungshemmend, stoffwechselanregend und immunsystemstärkend wirken und ganz nebenbei schmeckt sie auch ganz hervorragend, win-win quasi. Inzwischen gibt es sogar schon eine fertige Kurkuma Latte-Mischung von Sonnentor, die mich geschmacklich als auch von der etwas krümeligen Konsistenz jedoch nicht ganz so überzeugen konnte, erst recht im Vergleich zum Geschmack des frischen Kurkuma. Ich persönlich mag das unvergleichliche Aroma der frischen Knolle sehr und ziehe es dem getrockneten Pulver definitiv vor. Der frische Gelbwurz liefert neben dem Curcumin auch ordentlich Vitamine und Mineralstoffe, wenn ihr also demnächst mal frischen Kurkuma vor der Nase habt, dann greift ruhig zu und gönnt euch eine gute Portion Tassengold.
Hier in Hildesheim kaufe ich meinen Kurkuma entweder auf dem Wochenmarkt oder noch lieber bei denns, denn dort ist er deutlich günstiger und frischer.

goldene-milch-paste-kurkuma-rezept-zutaten

Zutaten:
200g frischer Kurkuma (ca. 150g geschält)
20g Leinöl
80g Kokosöl geschmolzen
120g Agavendicksaft
1 TL Zimt
1 TL gemahlene Vanille
1/2 TL gemahlener schwarzen Pfeffer
1/4 TL Muskat oder Muskatblüte
etwas Anis nach Geschmack

Zubereitung
Zuerst erwärmt ihr das Kokosöl in einem Wasserbad. In der Zeit wird der Kurkuma mit einem Teelöffel grob geschält. Die Schale löst sich ganz gut ohne viel Druck, achtet beim Kauf am besten schon darauf, dass ihr euch die schönsten und größten Knollen aussucht, denn diese liegen beim Schälen einfach besser in der Hand als kleine fummelige Stückchen. Zum Schälen zieht ihr euch am besten Handschuhe an, denn Kurkumagold färbt erbarmungslos alles. Dann gebt ihr die flüssigen Zutaten und die Gewürze in den Mixer, obenauf die geschälten Kurkumaknöllchen, mixt alles für 2-3 Minuten gut durch und tadaa, fertig ist euer Kurkumapüree, das später im gekühlten Zustand wieder etwas fester werden wird. Kokos- und Leinöl und auch das Piperin des schwarzen Pfeffers helfen dabei, das Curcumin für uns bioverfügbar zu machen.

Mit der fertigen Paste habt ihr einen schnellen Zugriff auf euer Gold aus der Tasse und abgefüllt in kleinen Döschen/ Gläsern hält sie sich gut zwei Wochen im Kühlschrank. Ich habe zur Zubereitung der Paste verschiedene Mixer probiert und war mit dem sehr feinen Ergebnis meines Hochleistungsmixers sehr zufrieden. Auch mit einem Nicht-Hochleistungsgerät mit Glasbehälter und ordentlich Wumms könnt ihr eine sehr feine Paste zaubern, mit dem Vorteil, dass ihr nicht Gefahr lauft, helle Plastikteile am Mixer dauerhaft kurkumagold einzufärben. Ganz okay, aber ein bisschen stückig war das Ergebnis aus dem Mini-Zerkleinerer.
Achja, noch ein kleiner Tipp am Rande: wenn ihr die Paste fertig abgefüllt habt, könnt ihr eure erste Tasse gleich mal mit den Kurkumaresten aus dem Mixer aufgießen & genießen und gleichzeitig den Mixbehälter spülen.

Ich trinke meine Goldene Milch am liebsten mit Mandel-, Hafer- oder Reismilch, die von sich aus schon etwas süßlicher schmeckt.
Einen guten Teelöffel der Paste auf eine Tasse heiße Milch euer Wahl, kräftig umrühren und genießen,
Prösterchen!

Falls ihr euch lieber erstmal langsam an die goldene Knolle rantasten wollt oder keine Möglichkeit habt, an frischen Kurkuma zu kommen, findet ihr bei ein bisschen vegan ein Rezept für eine Goldene Milch-Paste mit Kurkuma in Pulverform.

Seid ihr auch so verrückt nach Goldener Milch?
Wie trinkt ihr sie am liebsten?

Habt ganz viel Spaß beim Nachmachen & Genießen.

Kurkuma Latte diy Tasse

DIY Quicktipp: Heilerde als Trockenshampoo

luvos heilerde Trockenshampoo 1

Ihr Lieben,
ihr kennt das bestimmt: der Haaransatz fettet viel schneller nach, als man waschen kann (vor allem gerade jetzt, weil unser Schopf durch Kapuzen und Mützen zum schnelleren Nachfetten angeregt wird).
Besonders ich habe mit meinem feinen Haar das Problem, dass mein fettender Ansatz mich manchmal in Stress versetzt, zumal meine Haare nach dem Waschen nicht wirklich selbstverständlich so sitzen, wie ich es mir wünsche und mit der ganzen Fönerei nochmals ganz schön Zeit bei mir ins Land geht.

Zwischen den Wäschen liegen bei mir in der Regel 4-5 Tage, was ich fürchterlich finde, denn ich wasche meist montags und bin dann freitags/ samstags wieder fällig und muss einen Waschstopp einlegen, damit ich dann sonntags eine schöne Mähne habe, obgleich sie selten jemand sieht, da der Sonntag bei mir eher ein Tag der Entspannung und Häuslichkeit ist. Von Trockenshampoos aus der Drogerie bin ich nicht so angetan, da ich finde, dass die meisten unfassbar penetrant duften und Haar und Kopfhaut jede Menge an Inhaltsstoffen zumuten, die obendrein (und das liegt ja im Kern der Sache) natürlich nicht sofort abgewaschen werden.

Meine Erfahrung mit konventionellen Trockenshampoos war bisher immer ziemlich ernüchternd: kurze Erfrischung gepaart mit Grauschleier und Schüppchen.
luvos heilerde Trockenshampoo 2Benutzt habe ich häufig als Quickie zwischendrin schon Babypuder und das hat bei mir auch immer ganz gut funktioniert. Sogar von Mehl und Kakao habe ich als Trockenshampoo-Ersatz schon gehört. Das Problem ist nur, dass gerade Babypuder auf meinen roten Haaren egal wie gut ich es ausgebürstet habe immer einen leichten Grauschleier hinterlassen hat und meine Kopfhaut strahlend weiß durchschimmern ließ. Ich war schon länger auf der Suche nach einer Variante, die vor allem für dunkleres und rotes Haar geeignet ist. Bei meiner Suche bin ich dann auf Heilerde gestoßen – ahja, geniale Idee!
Ich habe also meine steinalte Luvos Heilerde aus dem letzten Winkel meines Badezimmerschranks hervorgekramt, legte los und war so schwer begeistert davon, dass ich euch davon erzählen muss, denn diese schnelle & punktuelle Entfettung funktioniert denkbar einfach und schnell. Heilerde ist bekannt für gutes Aufnahmevermögen von Flüssigkeiten und genau das tut sie auch auf den Haaren hervorragend.

An ein Päckchen Heilerde von Luvos kommt ihr ganz leicht in der Hausapotheken-Ecke bei Rossmann oder Dm für um die 5€ und da sie sehr ergiebig ist, wird sie euch lange begleiten. Mein Exemplar stammt übrigens noch aus meiner pubertären Aknezeit, in der ich sehr oft Gesichtsmasken damit gemacht habe und ja, natürlich sieht die Verpackung inzwischen ein bisschen anders aus.

Auftragen
Ich schütte mir ein kleines Häufchen der Heilerde in meine linke Handfläche, dippe meinen ausrangierten großen Puderpinsel ganz leicht hinein und pudere meine Ansätze gezielt in streichenden Bewegungen damit ein und versuche dabei, die Kopfhaut so gut wie möglich auszulassen. Der Löschblatteffekt setzt ziemlich prompt ein, ich lasse es noch kurz „einwirken“ und schüttele das ganze dann kopfüber aus.

Ausbürsten
Ausgebürstet wird anschließend ganz ausgiebig und lange. Dazu nehme ich zuerst meine gewohnte Haarbürste und später meine kleine luvos heilerde Trockenshampoo 3Babybürste, die mit den vielen feinen Naturborsten dazu beiträgt, die Heilerde wieder gründlich herauszubefördern.
Die ganz Unverbesserlichen können die allerletzten Reste und vor allem die sichtbaren Ansätze im Bereich eures Scheitels und des Haaransatzes an Schläfen und Stirn mit einem feuchten Tuch nochmals kurz überwischen und violá, fertig!
Diese Prozedur mache ich persönlich gern am Vorabend des eigentlichen Waschtages, an dem sich schon absehen lässt, dass man an einer Wäsche wohl nicht herumkommen wird, denn ich habe das Gefühl, dass sich die Reste der Heilerde über Nacht in Wohlgefallen auflösen.
So überstehe ich nicht nur die ungeliebten Wochenendtage ohne Wäsche und kann locker ein bis zwei Tage überbrücken, sondern mein Ansatz wird durch das Pulver ordentlich angehoben: Heilerde ist ganz nebenbei quasi ein echtes natürliches Volumenzaubermittel!

Tolle Sache, das! .)
Die Heilerde von Luvos gibt es in magenfein und hautfein, ich würde sie zum Einsatz als Trockenshampoo in Nr. 2 empfehlen, denn die feinere Variante lässt sich wahrscheinlich schlechter wieder ausbürsten.

Wie oft wascht ihr eure Haare?
Greift ihr auch manchmal zu Trockenshampoos?
Kennt ihr gute Trockenshampoos für rotes/ dunkles Haar?
Habt ihr schon alternative Trockenwäschen á la Babypuder oder gar Heilerde probiert?

Liebste Grüße
Mexi

Meine durstige Mähne liebt: Haarkur mit Jojobaöl & Sheabutter

prewash Haarkur1 Kopie

Hallo ihr Lieben,

Feiertage eignen sich immer ganz wunderbar um sich etwas Zeit für sich selbst zu nehmen.
So auch heute am männerfreien Himmelfahrtstag, denn ich habe kurzerhand einen kleinen Beautytag eingelegt und möchte euch im Zuge dessen (Achtung, ausführlich!) von meiner Haarpflege mit Jojobaöl und Sheabutter berichten.

Wie kam es eigentlich dazu?

Ich habe überschulterlanges Haar, das recht fein und zudem ziemlich trocken ist (ja, ich weiß: eine Albtraumkombination). Nach der Umstellung von konventioneller Haarpflege auf silikonfrei Anfang des Jahres sahen meine Haare wirklich unmöglich aus. Unter meiner jahrelang gezüchteten Silikonschicht kam die ungeschönte Wahrheit Stück für Stück ans Licht. alverde olive henna Logona Bier-Honig ShampooNicht nur meine Kopfhaut war plötzlich ziemlich schuppig und trocken, sondern vor allem meine gefärbten Längen waren unfassbar stumpf, glanzlos, krisselig und knisterten förmlich vor Trockenheit zwischen meinen Fingern. Jeder Waschgang war eine echte Tortur und am meisten vermisst habe ich tatsächlich meinen Gliss Kur Sprühconditioner, denn der hat es für gewöhnlich erst möglich gemacht, mein ohnehin im nassen Zustand schwer kämmbares Haar zu entwirren. Die Umstellungs- und Übergangsphase wurde außerdem noch erschwert durch die anstrengende Suche nach passenden Pflegeprodukten, denn schließlich musste alles neu und ich hatte ehrlich gesagt weder Muße noch das passende Kleingeld für einen Haufen neuer Testprodukte, aus denen ich dann irgendwann mal das richtige heraussondiert habe. Himmel, sah das schlimm auf meinem Kopf aus und ich war fast schon so verzweifelt, dass ich fast wieder rückfällig geworden wäre und es musste also schnellstmöglich eine Lösung her. Mein Anspruch an meine neuen pflegenden Produkte war natürlich auch hoch, denn sie sollten nicht nur ohne Silikone, sondern möglichst auch ohne Alkohol auskommen, was bei Naturkosmetik (leider) eine echte Aufgabe darstellt. Ich hatte im Netz einiges zu pflegenden Ölen und Prewash-Ölkuren gelesen und habe alles auf eine Karte gesetzt und mir schlussendlich zuerst Sheabutter und später Jojobaöl zugelegt, was sich für mich als echte Erlösung in der Not entpuppt hat.

Meine „neuen“ Haare

Ich bin SO froh, dass ich das Projekt silikonfrei trotz einiger Strapazen durchgezogen habe.
Meine Haare sind inzwischen wieder ansehlich, käftiger & genährt und fühlen sich auch spürbar gepflegter an, auch wenn ich mal eine Wäsche ohne Ölkur mache und sie sahen laaange nicht so gut aus. Natürlich sind sie durch Fönen und jahrelanges chemisches Färben immer noch recht strapaziert, aber der zugegebenermaßen erhöhte Aufwand durch regelmäßige Ölkuren hat sich wirklich bezahlt gemacht. Auch meine Kopfhaut hat ihr Gleichgewicht wiedergefunden und ich bin sehr zufrieden mit den beiden Shampoos, die ich derzeit verwende: das Logona Volumen Shampoo und das alverde Olive Henna Shampoo, welches sich für mich auch wunderbar zum Auswaschen des Öls macht und mir außerdem erfreulicherweise einen längeren Waschrhythmus beschert. Ich wasche zur Zeit alle 5-6 Tage statt vorher alle 3 Tage mit silikonhaltiger Haarpflege.

sheabutter shea gold

Das Herzstück meiner Ölkuren bildet unraffinierte, reine Sheabutter aus dem Afrikahandel Onlineshop,
welchen es übrigens auch bei Ebay gibt, und Jojobaöl von CMD.
Diese beiden Zutaten eignen sich übrigens auch zur Hautpflege.
Ihr seht schon, meine Komposition ist recht „wachslastig“ und sorgt damit für die Glättung meiner porösen Haaroberfläche, die vorher silikonversiegelt war. Derzeit bin ich noch auf der Suche nach einem schönen Aloe Vera Gel für die ergänzende Feuchtigkeitskomponente und bin schon fast drauf und dran, mir ein schönes Pflänzchen hinzustellen um mir meinen reinen Aloe Saft selbst herzustellen.
Ich halte euch dazu auf dem Laufenden. .)

So gehts:

Vorbereitung

Die hellgelbe Sheabutter ist im ‚kalten‘ Zustand bei Zimmertemperatur fest. Ich schmelze circa einen Teelöffel davon in einem kleinen Teelichtglas im Schüsselchen mit Warmwasserbad. Währenddessen kämme ich meine Haare schonmal gründlich durch.

sheabutter_vorher nachher

Im geschmolzenen Zustand ist die Sheabutter leuchtend gelb und von öliger Konsistenz. Dieser gesellt sich dann ein weiterer Teelöffel Jojobaöl dazu. Dieses Gemisch riecht zum einen typisch ölig durchs Jojobaöl, aber auch recht nussig durch die Sheabutter.

Sheabutter Jojobaöl Haarkur_ZugabenIn letzter Zeit habe ich zur Beduftung noch ein paar Pumpstöße meines geliebten Alterra Limette & Olive Körperöls hinzugegeben, welches dem ganzen einen etwas frischeren Duft gibt, denn nicht nur das Öl zieht quasi ins Haar ein, sondern natürlich auch der Geruch, der allein mit Naturkosmetikshampoos kaum zu überdecken ist und lange im Haar verbleibt. Außerdem „pimpe“ ich das Ölgemisch gern noch mit einem Spritzer reinem Mandelöl und heute habe ich noch einen Klecks meiner Cosnature Tagescreme Wildrose (ohne Alkohol) hinzugegeben, die ich leider nicht mehr fürs Gesicht benutzen kann, da meine empfindliche Haut darauf leider mit Pickelchen reagiert. Das ganze wird mit dem Teelöffel ordentlich durchgerührt und so kanns auch schon losgehen.

sheabutter_fertig

Auftragen, feststecken, einwirken lassen

Zuerst mache ich mir am höchsten Punkt des Kopfs einen Zopf. Ich träufle das Ölgemisch löffelweise etwa eine Hand breit in meine Längen und auch wirklich nur dorthin, dafür aber großzügig, denn dort wird es gebraucht. Übrigens mache ich das kopfüber um wirklich alle Längen im Griff zu haben und alles schön einölen zu können.

sheabutter prewash

Dabei bin ich auch wirklich nicht zimperlich und nachdem ich das Öl überall verteilt habe, kämme ich es mit meiner Bürste nochmals schön ein, was ich immer sehr genieße, denn es flutscht nun so schön. Nun teile ich meine Haare in 2 große Partien und drehe diese ineinander ein. Bevor ich diesen Zopf  dann zu einem Dutt ganz oben auf meinem Kopf feststecke, bekommt die Spitze des Zopfs nochmal eine dicke Extraportion Öl ab, ich tunke ihn nämlich in alles, was sich noch am Boden des Gläschens befindet und wische quasi die wertvollen Reste damit aus. Auf dem Bild links kann man ganz gut erkennen, dass meine Haare förmlich mit Öl durchtränkt sind. Außerdem ganz offensichtlich ist, dass meine Spitzen mal wieder geschnitten werden müssen, was ich nach meiner nächsten Hennapackung auch machen werde und mein frisch erworbener CreaClip Verschnitt wartet schon auf seinen ersten Einsatz.

sheabutter dutt

Die Sheabutter wird sobald sie abkühlt mit der Zeit natürlich wieder fest und schließt quasi alle anderen öligen Zutaten ins Haar ein. Das Haar sollte nun so lange wie möglich Zeit bekommen, um das Öl aufnehmen zu können und da bietet es sich natürlich an, das ganze über Nacht in den Haaren zu lassen. Falls ihr noch längere, schwerere Mähnen als ich zum hochbinden mir Ölkur habt, hat die zauberhafte Nixenhaar eine robuste Frisur für über Nacht vorgezeigt. Zum Schlafen knote ich mir immer ein großes altes Tuch um den Öldutt, damit nichts von dem Öl auf meinem Kissen landet. Meistens mache ich die Kur sonntags am frühen Abend, wenn ich eh nicht mehr das Haus verlasse und wasche sie dann Montag morgens aus, bevor ich mich zur Uni fertig mache.

Auswaschen

Nun kommen wir zum schwierigsten und auch zeitintensivsten Teil, dem gründlichen Auswaschen. Den eingeölten Zopf spüle ich 1-2 mal in einer lauwarmen Wasserpfütze im Waschbecken durch, kämme dabei mit der Bürste im Wasser ein bisschen durch und verteile danach einen ordentlichen Klecks Spülung in meinen Längen. Warum Spülung? Gleiches löst sich ja bekanntlich gern in Gleichem und der Condi macht es etwas leichter, das Öl wieder aus dem Haar zu lösen. Während ich meine morgendliche große Tasse Kaffee schlürfe, hat der Condi Zeit zum Wirken. Danach spüle ich den Conditioner gründlich im Waschbecken aus und wasche meine Haare wie gewohnt zweimals gründlich durch. Es war für mich nach meiner ersten Ölkur ziemlich schwierig zu bestimmen, ob nun alle Reste ausgewaschen sind, aber mittlerweile habe ich ein Gefühl dafür entwickelt, wieviel Shampoo und wieviel Ausspülen nötig sind, damit das Haar nicht strähnig aussieht aber auch nicht so stark gereinigt ist, dass es ausgetrocknet wird und damit die Pflegewirkung wieder dahin. In Sachen Auswaschgrad gibt es kein Universalrezept, das muss jeder selbst herausfinden. Etwas Öl verbleibt immer noch in meinem Spitzen und macht sie schön geschmeidig & glänzend und ich finde, dass dieser Hauch wachsiger Überzug mein Haar auch vorm Austrocknen schützt und ein Trockenwerden der Spitzen zwischen den Wäschen verhindert.

Puh,
das war mein Wort zum Donnerstag und mit meinem Prewash Ölkur-Dutt auf dem Kopf mach ichs mir nun noch ein bisschen gemütlich.
Ich hoffe, dass ich euch ein bisschen inspirieren konnte. In Sachen selbstgemachte, auf meine Bedürfnisse abgestimmte Kosmetik ist mein Interesse nun  entfacht und ich forsche gerade nach tollen Selbstrühr-Rezepten und hilfreichen Beigaben zum Einarbeiten, sehr spannendes Thema!

Macht ihr auch ab und zu Ölhaarkuren?
Was haltet ihr von selbstgemachter Kosmetik? Kennt ihr tolle Rezepte zum Selbstanrühren?

Lassts euch richtig gut gehen.
Allerliebste, eingeölte Grüße
eure Mexi .)

Do it yourself: Lidschatten & Pigmente pressen

lidschatten pressen 1a

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zeigen, wie ich meinen gebrochenen Lidschatten durch neues Pressen gerettet habe und bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal eins meiner essence Pigmente (ein wunderschönes Braun: Box of Chocolate 03) gepresst habe und es so nicht nur in der Handhabung etwas praktischer gemacht, sondern auch für unterwegs mitnehmbar gemacht habe.
Gekommen bin ich dazu, weil ich gerade dabei war, meine Monolidschatten für eine selbst zusammengestellte Palette zu depotten und dabei ist mir gleich zu Anfang einer kaputtgebrochen. Mit Schwund ist ja bekanntlich zu rechnen, hier kommt jetzt die Lösung zu dem Problem.

Zum Lidschatten/ Pigmente pressen braucht man:

+ den zerbrochenen Lidschatten/ Pigmente eurer Wahl

+ eine Flüssigkeit, z.B. das Make Up Fixing Spray von P2 oder einen 2 Phasen-Makeupentferner

+ einen spitzen Gegenstand, z.B. eine Haarnadel oder ein Holzstäbchen

+ einen kleinen Löffel

+ jede Menge Kosmetiktücker, Küchenrolle oder alten Stoff und eine Unterlage, denn ein paar Krümelchen werden sicher daneben gehen ,)

+ evt. ein Pfännchen für das Pigment

+ ein bisschen Zeit und Geduld

So funktionierts:

Ihr nehmt euch den kaputten Lidschatten und zerkleinert diesen mit einer Haarnadel/ einen Holzstäbchen, bis in euren Pfännchen nur noch winzig kleine Teilchen sind. Falls der Lidschatten noch ganz voll war, ist es manchmal besser, den Lidschatten in einem kleinen Schüsselchen zu zerbröseln, damit euch beim Stochern nicht alles über den Rand hüpft. Generell ist es ratsam, eine Unterlage auf eure Arbeitsfläche zu legen, sonst könnte es passieren, dass ihr eine riesige Schweinerei veranstaltet.
Anschließend nehmt ihr das Make Up Fixing Spray oder euren 2 Phasen Makeupentferner und gebt vorsichtig erstmal ganz wenig davon über die Lidschattenkrümelchen und verrührt das ganze, bis sich ein zähflüssiger Brei ergibt. Sollte die Masse noch zu pudrig sein, gebt ihr nach und nach noch ein bisschen mehr Flüssigkeit dazu.
Nun ist es schon soweit, mit dem kleinen Löffel könnt ihr nun die breiartige Masse etwas platt drücken und dann presst ihr euren Lidschatten wieder zurück in die alte Form.

lidschatten pressen 2a

Dazu nehmt einen Gegenstand, der der Form & Größe des Lidschattenpfännchens möglichst ähnlich ist (bei mir hat der Deckel meines Allzweckreinigers genau ins Pfännchen gepasst. Um eine glatte & feste Oberfläche zu erhalten und die überschüssige Flüssigkeit rauszunehmen, legt ihr immer wieder neue Lagen Tücher auf das Pfännchen und presst kräftig.
Mit einem Pigment ist die Arbeitsweise ziemlich gleich. Es gibt zwar nichts mehr zerkleinern, ihr müsst allerdings wirklich aufpassen, wenn ihr das Pigment in das Pfännchen gebt, sonst geht zu viel von dem schönen Zauberstaub verloren. Ich habe einfach die gewünschte Menge des Pigments auf den Teelöffel gegeben und dann von da aus vorsichtig ins Pfännchen geschüttet.
Wenn nichts mehr an Flüssigkeit in den Tüchern hängen bleibt, seid ihr fertig. Falls ihr es besonders „hübsch“ haben wollt, könnt ihr der Oberfläche des Lidschattens/ des gepressten Pigments mit einem Stück altem Stoffrest eine schöne Struktur geben.

Jetzt lasst ihr das gute Stück einfach eine Weile zum Trocknen stehen und fertsch.

lidschatten pressen 3a

Ich habe die Pfännchen jeweils über Nacht stehen gelassen und am nächsten Tag waren sie schon wieder einsatzbereit. So sah dann übrigens das Endergebnis aus:

Viel Spaß beim Lidschatten retten & Pigmente pressen

wünscht euch

eure Mexi.    .)