Wirsingsuppe vegan Rezept wie bei Oma

lecker & deftig: Wirsingsuppe mit Räuchertofu nach Omas Art

Wirsingsuppe vegan Rezept wie bei Oma
Es ist kalt geworden.
Inzwischen hat der Wind alle Blätter von den Bäumen gefegt, der Winter steht quasi vor der Tür und ich bin bereits seit Wochen im Suppenfieber. Suppen sind für mich der Inbegriff von Soulfood, sie wärmen den Bauch und die Seele und sind obendrein so einfach und schnell zubereitet. Ich liebe es, einfach alles in einen Topf zu werfen und mich dann ein paar Tage daran zu erfreuen.
Heute möchte ich euch ein ganz einfaches Rezept für eine schnelle und deftige Wirsingsuppe mit Räuchertofu zeigen, die garantiert wie bei Oma schmeckt. Heimlicher Star des Rezepts ist übrigens mein liebster Räuchertofu von enerBio, der dank seines unvergleichlich intensiven Räucheraromas ordentlich Geschmack zum Kohl bringt und schön bissfest ist.
Also an die Suppenschüsseln, fertig, los!

Zutaten
1 kleiner Wirsing (ca. 1200-1400g)
1 kleine Zwiebel
125g Räuchertofu
200ml Kokosmilch
1 gehäufter EL Gemüsebrühe
2-2,5 Liter Wasser
Gewürze (2-3 Lorbeerblätter, 5-6 Wacholderbeeren, Muskat, Salz nach Geschmack)

Zubereitung
1. Den Tofu würfeln, die Zwiebel fein hacken und beides in einem großen hohen Topf kurz anbraten. In der Zwischenzeit wird der Wirsing zerkleinert. Dazu zuerst die äußeren Blätter des Wirsings entfernen, bis er schön geschlossen ist. Dann den Wirsing halbieren, vierteln und bei den Wirsingvierteln den festen Strunk schräg wegschneiden. Die vier Strunkstücke kommen gleich auch mit in die Suppe, die sie zusätzlich Geschmack bringen. Die geviertelten Wirsingstücke nochmals halbieren und in feine Streifen schneiden.
Psst. Eine tolle Anleitung zum Schneiden des Wirsings in bewegten Bildern findet ihr hier beim Biokoch.

2. Die Wirsingstreifen kommen nun mit den Gewürzen in den Topf und werden mit Wasser und Gemüsebrühe aufgefüllt. Es machts nichts, wenn ein paar Wirsingstückchen aus dem Wasser herausgucken, die fallen beim Kochen gleich eh etwas in sich ein. Die Lorbeerblätter gebe ich immer so mit in den Topf, bei den Wacholderbeeren und Nelken empfiehlt es sich, diese in einen kleinen Teebeutel zur Suppe zu geben, denn der lässt sich nach dem Kochen einfach wieder entfernen.
Durch die Gemüsebrühe ist schon gut Salz dran, wer es gern noch salziger haben möchte, gibt noch etwas Salz hinzu.

3. Die Kokosmilch hinzugeben, alles gut umrühren und bei kleiner Hitze 35-45 Minuten kochen und ab und zu umrühren. Fertig.

Wie alle Suppen schmeckt die Wirsingsuppe am besten, wenn sie ein bisschen Zeit zum Durchziehen hatte. Die Gewürze könnt ihr natürlich auch nach Herzenslust und Geschmack variieren. Statt der klassischen Würzung mit Wacholder, Lorbeer, Nelke & Co. finde ich beispielsweise auch eine kräftige Mischung aus Salz, Pfeffer & Chili (oder noch besser einen Schuss Chiliöl) sehr passend und lecker. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch ein paar gewürfelte Kartoffeln mit zur Suppe geben, die passt geschmacklich super, macht das ganze noch sättigender und etwas weniger kohlig. Probierts einfach mal aus.
Ich wünsche euch viel Freude beim Schlemmen und Schlürfen und eine gemütliche Winterzeit.

Linsen, Kartoffeln, Kohl & Co. – Esst ihr auch so gern deftige Suppen und Eintöpfe?

Wirsing Suppe vegan Rezept Zutaten

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Vegan Box Adventskalender 2017

24 süße Türchen: der Vegan Box Adventskalender

Vegan Box Adventskalender 2017
Langsam rückt sie näher, die Zeit der Leckereien und Heimlichkeiten und noch knapp anderthalb Wochen, dann ist er da, der Dezember
Tatsächlich hatte ich schon länger keinen Adventskalender mehr. Als ich kürzlich gefragt wurde, ob ich Lust auf süße vegane Weihnachten mit dem Vegan Box Adventskalender* habe, war ich plötzlich wieder gefühlte fünf Jahre alt.
„Rettet das Innere Kind!“ flüsterte die Naschkatze in mir und natürlich konnte ich nicht widerstehen.

Mehr als nur Schokolade
Hinter den 24 Türchen des Adventskalenders versteckt sich eine bunte Mischung an veganen Kleinigkeiten zum Naschen und Pflegen – teils aus kleinen Manufakturen, mit Liebe und Sorgfalt ausgesucht und größtenteils in Bio-Qualität. So zuckersüß wie er aussieht, könnte der Würfel schon als Geschenk durchgehen, das Verpackungsmaterial ist zu 100% recyclebar. Da ich die Vegan Box selbst lange im Abo hatte und sie mich immer wieder überrascht und begeistert hat, bin ich nun um so gespannter auf die leckeren Türchen dieser Box, die man mehr als nur einmal gespannt aufmacht, aber im Prinzip nach dem gleichen Überraschungs- und Kennenlernmechanismus funktioniert.
Den Adventskalender der Vegan Box gibt es nun seit drei Jahren und auch in diesem Jahr ist er wieder streng limitiert. Falls ihr euch einen solchen noch zulegen wollt, müsst ihr euch beeilen, denn es sind nur noch wenige Exemplare da. Der Kalender hat einen Gesamtwert von rund 45€, kostet 33€ (inklusive Versand) und ist auf vegan-box.de erhältlich.
Update 22.11.2017: Der Vegan Box Adventskalender ist nun vergriffen.

Vegan Box Adventskalender vegane weihnachten

Von Kosmetik bis zuckerfrei – die Auswahl an Adventskalendern ist mittlerweile riesig, auch was die veganen Versionen angeht. Eine bunte Zusammenstellung veganer Adventskalender findet ihr bei Bissen für’s Gewissen und eine weitere Übersicht & viele andere Kalender hier bei Mein-Adventskalender.de. Eine schöne Sammlung an Adventskalendern mit Naturkosmetik hat Washing Green zusammengestellt.
Für die kreativen DIY Begeisterten und Zero Waste Freunde unter euch habe ich bei Ich lebe Grün! eine tolle Anleitung für einen Upcycling Adventskalender gefunden.

Mehr wird erstmal noch nicht verraten. Ich bin schon vorfreudig gespannt auf das, was mich erwarten wird und werde meinen Kalender auf Instagram mit euch auspacken.
Ich wünsche euch allen einen leckeren und gemütlichen Dezember!

Oh, und apropos Instagram.
Fall ihr keinen Vegan Box Adventskalender mehr ergattern konntet und jetzt so richtig Lust auf vegane Leckereien bekommen habt, schaut doch mal bei meinem Instagram Gewinnspiel vorbei. Ich verlose bis Sonntag, den 26.11.2017 einen Foodist Active Adventskalender.
Drücke euch die Däumchen!

Habt ihr dieses Jahr einen (veganen) Adventskalender?
Worauf freut ihr euch im Dezember? 

Liebste Grüße
von der Naschkatze.

*wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt

Neues von der BioNord 2017


Am vergangenen Wochenende war es mal wieder soweit. Die Bio-Branche traf sich zum vierzehnten Mal auf der BioNord in Hannover um die neuesten Neuigkeiten im Bereich Bio-Lebensmittel, Reformwaren und Naturkosmetik zu präsentieren und in den direkten Austausch miteinander zu kommen.
Für mich als Hildesheimerin ist die BioNord immer ein kleines Heimspiel und zugleich ein Vorgeschmack auf das, was im Februar auf Biofach und Vivaness kommt. Ich habe fleißig gestöbert, genascht und probiert und vor allem im Foodbereich fiel mir auf, dass das Angebot stets vielfältiger, veganer und glutenfreier wird. Angefangen bei der Vielfalt an glutenfreien Mehlen (z.B. von Rapunzel) über die Goodel von Govinda bis hin zur bratfertigen Hierl Kichernudel (in Schupfnudelform auf Kichererbsenbasis) bieten sich tolle Alternativen.
Schön war es, ein paar bekannte Gesichter wiederzusehen und auch wenn die ganz großen Neuigkeiten erst im neuen Jahr präsentiert werden, habe ich gestern doch ein paar leckere und schöne Neuigkeiten entdeckt.


Ben & Anna Deodorant
Die natronbasierten Deodorants von Ben & Anna sind nun ein knappes Jahr auf dem Markt und haben einen beachtlichen Start hingelegt. Während sie anfangs in Umsetzung und Design noch sehr an die Deos von Schmidts erinnerten, schlagen sie nun eindeutig ihre eigene Richtung ein. Präsentiert wurden die beiden neuen Duftrichtungen „Indian Mandarine“ und „Pink Grapefruit“ und das neue Verpackungsdesign aus Recyclingpapier. Die neue runde Hülse aus Pappe kommt ganz ohne Plastik aus: das Deo wird mit der Kraft des Daumens nach oben geschoben und kann nach dem Entleeren ins Altpapier zurückgeführt werden.
Psst, an die Freunde aus Österreich: ein Vögelchen zwitscherte mir, dass die Deos bald im dm erhältlich sein werden.


Primavera
Bei Primavera geht es jetzt schon winterlich und wie immer sehr dufte zu. Pünktlich zum Jahresende und zur Geschenkezeit sind wieder schöne Geschenksets dabei, zum Beispiel das Duftarmband mit silberfarbenen Medaillon und vier Filzeinlegern zum Beduften & Wechseln. Außerdem wieder da ist die fruchtig süße Winterduftmischung „Bratapfel“ (Mjammi!) und passend dazu das Geschenkset „Duftende Winterzeit“ mit dem Bratapfelduft und kleinen hölzernen Tannenbäumen als Duftträger. Wie immer wird es auch in diesem Jahr wieder einen duftenden Adventskalender mit einem Duftstein und 23 ätherischen Ölen und Duftmischungen geben, der diesmal zusätzlich eine Rezeptbroschüre mit tollen Infos & Tipps rund um die ätherischen Öle bietet.


Lenz Naturpflege
Tolle Schaumbäder im Naturkosmetikbereich gibt es für meinen Geschmack noch immer viel zu wenige, ganz neu gibt es bei Lenz jetzt das Schaumbad Hopfenblüte & Sonnenhut zum gepflegten Abtauchen. Außerdem neu ist der wasserfreie Wetterschutzbalsam aus der Baby & Kind Reihe, der übrigens ohne deklarationspflichtige Duftstoffe und wie die gesamte Pflege bei Lenz natürlich vegan ist.


Bergland
Da Augencremes ohne Beduftung im Naturkosmetik-Bereich rar sind, habe ich mich gefreut, bei Bergland eine unparfümierte Creme mit Aloe Vera, Augentrost, Gurkenhydrolat und Hyaluron zu finden. Auf meinem Handrücken zog sie flott weg und fühlte sich schön leicht, zugleich aber sehr nährend an.


Ayluna
Sehr gespannt war ich auf Ayluna, eine ganz neue Marke, die einen sinnlichen Hauch Orient und eine sehr breite Palette an Pflanzenhaarfarben auf den hiesigen Naturkosmetikmarkt bringt. Das Haarfarben basieren auf den färbenden Bestandteilen Henna und Indigo und pflegenden Kräutern wie Amla, Kamille, Brahmi & Co., derzeit gibt es zehn verschiedene Pflanzenhaarfarben, sowie eine pflegende farblose Cassia Haarkur.
Außerdem umfasst das Ayluna Sortiment auch verschiedene Duschbäder, Badeschaum, Körperöle und Haarpflege, die nach Halal-Zertifizierung gänzlich ohne Alkohol formuliert ist.


Logona
Neu bei Logona ist die Vanilla Feeling LE mit Duschbad und Handcreme, die herrlich wohlig warm nach Orange und Vanille schnuppert – ein kuschliger Winterduft-Klassiker. Außerdem neu ist der feuchtigkeitsspendene Lip Balm mit Hyaluron (vegan, yay!) und die frisch überarbeitete Logodent-Zahnpflegelinie Logodent.


Green Heart
Wenn ihr mich nach meiner wärmsten BioNord-Foodempfehlung fragen würdet, würde ich definitiv die veganen Frischecremes von Green Heart nennen, eine vegane Alternative nach Art eines Frischkäses auf Mandelbasis in sehr leckeren Varianten wie gegrillte Paprika, Meerrettich und Bärlauch. Das tolle an den Cremes ist nicht nur der Geschmack, sondern auch die Idee, die Cremes verhältnismäßig günstig anzubieten (1,99€ für 150g) und somit eine vegane Käsealternative auf den Markt zu bringen, die erschwinglich ist und kein Luxusgut darstellt, wie es oft bei veganen Alternativen der Fall ist. Soo lecker!


Taifun
Sehr lecker war es auch bei Taifun mal wieder und da die Tofuvariationen sowieso regelmäßig in meinem Einkaufskörbchen landen, hatte ich eigentlich auch nichts anderes erwartet. Ich liebe die fermentierten Fetos und die unnachahmlich lecker rauchige Note des Black Forst Tofus, ganz neu ist der Tofu mit Curcuma, der super zu indischen und asiatischen Gerichten passt.

Fazit:
Lecker und schön wars.
Weitere Impressionen von der BioNord findet ihr auch bei Washing Green, falls ihr Lust auf weitere Neuigkeiten habt, schaut gern auch bei den wöchentlichen News der Schwarzen Schönheit vorbei.

 

Kürbispizza Hokkaido vegan Rezept

Herbstliebe: Hokkaido Pizza mit Hummus

Kürbispizza Hokkaido vegan Rezept
Hurra, der Herbst ist da und mit ihm mein derzeit liebstes Gemüse, der Hokkaido.
Passend zur Kürbis-Saison habe ich heute mein heißgeliebtes Pizzarezept für euch: hausgemachter, knuspriger Teig aus Dinkelmehl trifft auf Hummus, Räuchertofu, rote Zwiebeln, jede Menge Hokkaido und den weltbesten veganen Pizzaschmelz von Simply V.

Diese Pizza schmeckt herrlich pikant und ist dank Kürbiskönig Würzmischung von Herbaria perfekt für diejenigen, die bislang nicht dran geglaubt haben, dass man Kürbis lecker und ganz einfach fancy würzen kann.
Und jetzt Bühne frei für Liebe vom Blech – ein Hochgenuss für kalte Abende auf dem Sofa ❤

Zutaten
200ml Pflanzenmilch
1 Packung Trockenhefe
1 TL Agavendicksaft
375g Mehl + 1EL zum Bestäuben
3 EL Olivenöl
1 TL Salz (+ Gewürze: 1 TL Oregano, 1 TL Bohnenkraut, 1 TL Kräuter der Provence)

1 kleiner Hokkaido (ca. 750g)
1 TL Olivenöl
1 gehäufter TL Kürbiskönig von Herbaria
175g Räuchertofu
1 Becher Hummus (200g)
1 rote Zwiebel
ca. 75g Keese von Simply V

Zubereitung
1. Den Kürbis gründlich waschen. Pflanzenmilch mit Agavendicksaft leicht erwärmen, die Trockenhefe einrühren, kräftig umrühren und kurz stehenlassen. Während die Hefe „arbeitet“, den Kürbis halbieren, die Kerne mit einem großen Löffel auskratzen, die Enden entfernen und zuerst in Scheiben und diese dann in kleine Würfel schneiden. Den Räuchertofu ebenfalls würfeln.

2. Das Mehl, das Salz, die Gewürze, die Hefe-Pflanzenmilch-Mischung und zum Schluss das Olivenöl in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken so lange bearbeiten, bis der Teig genug hat (alternativ mit der Hand: mit einem großen Löffel kräftig umrühren, bis eine homogene Masse entsteht, dann mit den Händen nochmals durchkneten). Der Teig sollte sich nun schön samtig weich anfühlen und weder zu klebrig, noch zu fest sein.
Sollte er doch noch zu feucht sein, gebt noch etwas Mehl dazu und knetet nochmals durch.

3. Die Oberfläche des Teigs leicht bemehlen, auf Backpapier dünn ausrollen und vorsichtig aufs Backblech ziehen. Während der Kürbis nun gewürzt und im Ofen vorgegart wird, kann der Teig in eurer warmen Küche in Ruhe gehen.
Zum Würzen gebt ihr die Kürbiswürfel mit 1 TL Olivenöl in eine große Schüssel, schüttelt gut durch, gebt ca. 1 TL vom Kürbiskönig darüber und schüttelt nochmals gut durch, damit alles gleichmäßig gewürzt ist. Den Kürbis und die Tofuwürfel in einer großen Form verteilen und bei 180 Grad für 15 Minuten garen.
In der Zeit könnt ihr die Zwiebelringe vorbereiten und -falls Streukäse nicht zur Hand- die Keesescheiben in kleine Würfel schneiden. Gefällt mir persönlich sogar noch besser, da der Schmelz der Genießerscheiben noch eine Idee schmatziger ist als bei der Variante zum Streuen.

4. Den Pizzateig mit Hummus bestreichen, den Hokkaido und Räuchertofu darauf verteilen. Die Zwiebelringe und den Käse oben drauf und die Pizza je nach Knusperfaktor für 15-20min bei 180 Grad backen.

Ich wünsche euch eine leckere Herbstzeit und ganz viel Spaß beim Ausprobieren & Schlemmen.

Freut ihr euch auch so auf den Herbst und ganz viel Hokkaido?
Suppe, Pizza, Ofenkürbis und mehr- wie esst ihr Kürbis am liebsten?

Bunte Grüße,
Mexi

Tipp: Wer eine Heißluft-Fritteuse besitzt, sollte sie benutzen. Darin lassen sich der Kürbis und die Tofuwürfel auch ganz hervorragend vorgaren. Den Pizzateig könnt ihr währenddessen dann statt in der warmen Küche für 10min bei 50 Grad im Backofen gehen lassen.

fruchtig lecker: Brombeer Flammkuchen

Oh, du süße Beerenzeit!
Aromatisch, regional und saisonal:  das vollmundige Aroma frisch gepflückter Brombeeren ist einfach unvergleichlich und ich kann derzeit einfach nicht genug davon bekommen.
Passend zur Brombeer-Hochsaison gibts heute einen fruchtig leckeren Flammkuchen vom Blech. Einfach gemacht und echt mal was anderes.
Appetit bekommen? – So gehts.

Zutaten
375g Dinkelmehl + 1 EL zum Bestäuben
1 Pkg Trockenhefe, 1 TL Agavendicksaft
200ml Pflanzenmilch
4 EL Olivenöl
1 TL Salz

1 Becher Creme Vega
1 rote Zwiebel
500g Brombeeren, am besten direkt vom Strauch
1-2 handvoll Basilikum
Pfeffer

Zubereitung
1. Die Pflanzenmilch mit Agavendicksaft in einer großen Tasse leicht erwärmen (bitte nicht zu heiß), die Hefe dazu geben, gut durchrühren und kurz stehen lassen.

2. In der Zwischenzeit das Mehl abwiegen, Salz, die Hefemilchmischung und das Öl hinzugeben und entweder mit dem Löffel oder dem Knethaken kräftig durchrühren und kneten bis sich Mehl und Flüssigkeit gut verbunden haben. Die Teigmasse sollte nun schön homogen sein und sich ohne viel Nachdruck vom Knethaken lösen. Sollte der Teig noch zu feucht/ zu klebrig sein, gebt ihr noch etwas Mehl dazu und knetet nochmals durch.

3. Das Backpapier ausbreiten, leicht bemehlen,  den Teig darauf dünn ausrollen und anschließend vorsichtig aufs Backblech ziehen. Für 5-10 Minuten bei 50 Grad im Backofen gehen lassen.

4. In der Zwischenzeit die Zwiebel in Ringe schneiden und die Basilikumblätter zupfen. Ca. 1 EL Pflanzenmilch mit der Creme Vega verrühren, damit sie etwas steichfähiger wird und für ein ganzes Blech reicht.

5. Den Teig aus dem Ofen nehmen, mit Creme Vega bestreichen, die Brombeeren und Zwiebeln darauf verteilen und bei 180 Grad für 15-20 Minuten backen

6. Mit frisch gemahlenen Pfeffer würzen, die Basilikumblätter verteilen und genießen.

Der Flammkuchen schmeckt herrlich saftig und die fruchtige Kombination mit Zwiebel und Basilikum macht richtig Musik auf der Zunge. Ich hoffe, ihr probierts auch mal aus und genießt die Beerensaison nochmal bevor der Herbst kommt.

Guten Hunger und bunte Grüße!

Tipp: Reife Beeren wollen gepflückt werden und fallen quasi von selbst vom Strauch. Die voll ausgereifte Brombeere erkennt ihr daran, dass sich die weiche und pralle Frucht ohne viel Druck lösen lässt und genau dann hat sie ihr volles Aroma erreicht.


Brötchen einschneiden Rezept

lecker & schnell: Brötchen selber backen

Brötchen selber machen
Es ist Sonntag.
Der Duft von frisch gebackenen Brötchen liegt in der Luft.
Heute ist es soweit, ich verrate euch mein Geheimnis für selbstgemachte, knackige Brötchen, die garantiert gelingen und schneller gemacht sind, als ihr denkt.

Zutaten
175ml Pflanzenmilch
1 EL Agavendicksaft
1/2 Packung Trockenhefe
300g Dinkelmehl
2-3 gehäufte EL geschrotete Leinsamen
1-2 handvoll Kerne
1 EL Sonnenblumenöl
1 Prise Salz

Zubereitung
1. Pflanzenmilch in einer großen Tasse leicht erwärmen (keinesfalls zu heiß), Agavendicksaft und Hefe dazu, gut durchrühren und stehen lassen.

2. In der Zwischenzeit das Mehl abwiegen und in eine Schüssel geben, die Leinsamen, Kerne und Salz dazu und alles mit einem Löffel gut durchmischen.

3. Die Hefemilchmischung und das Öl hinzugießen und mit dem Löffel kräftig durchrühren bis sich Mehl und Flüssigkeit schon gut verbunden haben. Die Teigmasse sollte weder zu fest, noch zu klebrig sein. Der Teig wird nun mit den Händen nochmals kurz durchgeknetet, sollte er doch noch zu feucht und klebrig sein, gebt ihr noch etwas Mehl dazu (der Teig sollte sich nun weich und samtig anfühlen). Abschließend gebt ihr eine dünne Mehlschicht auf beide Seiten des Teigs, so lässt er sich super teilen und formen.

4. Die Teigmasse zuerst in zwei gleich große Teile teilen und daraus jeweils drei kleine Brötchen daraus formen. Damit die Brötchen beim Backen nicht an der Seite aufbrechen, schneidet ihr sie oben mit einem Messer in der Mitte ein.

5. Nun kommen die Brötchen bei 180 Grad für 25min in den Backofen bei Ober-/Unterhitze, gleiches gilt für Umluft, damit gehts sogar noch schneller. Während der kalte Ofen auf Betriebstemperatur kommt, haben die Brötchen nun kurz Zeit zum Gehen.
Alternativ könnt ihr die Brötchen auch bei 50 Grad für 10min in den Ofen schieben, dann auf 180 Grad hochschalten und für 15-20min backen.
Tisch decken, Kaffee kochen, an den frischen warmen Brötchen schnuppern und voilá, fertig.

Brötchen selber machen Zutaten vegan

Die Brötchen lassen sich natürlich auch prima nach Lust und Laune variieren.
Statt Sonnenblumen- und Kürbiskernen kann man beispielsweise auch grob gehackte Cashews verwenden, statt Mandelmilch (die mag ich am liebsten) schmeckt in süßen Brötchen auch die Schoko-Sojavariante sehr lecker. Für eine rustikale Variante könnt ihr auch eine Mischung aus Dinkel- und Dinkelvollkornmehl nehmen.
Auf Instagram findet ihr ein Video zur Zubereitung, welches zwar etwas ruckelig ist, die Arbeitsschritte sollten aber erkennbar sein und vielleicht hilft es euch.

Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Nachmachen und lasst es euch schmecken. Lasst mich gern wissen, wie sie euch gefallen haben.

Liebe Grüße,
Mexi

Brötchen einschneiden Rezept

Käsekuchen Himbeer Limette Rezept vegan

Sweet Dreams: Himbeer Limetten Käsekuchen

Käsekuchen Himbeer Limette Rezept vegan
Kann denn Liebe Sünde sein?
Irgendwie nicht, denn meine Leidenschaft für süße Leckereien und fürs vegane Backen beschert mir immer wieder großen Spaß in der Küche und süße Momente auf dem Teller.
Ich habe euch auf Instagram schon so oft den Mund wässrig gemacht, heute ists nun an der Zeit, euch mein veganes Käsekuchenrezept zu verraten, an dem ich lange getüftelt habe. Das Rezept geht einfach und schnell: der Mürbeteig macht sich im Schlaf, die Füllung rührt der Mixer, nur den Limetten müsst ihr fleißig selbst abreiben.
Hier nun also meine frühlingsfrische Variation davon: ein Traum aus Himbeeren auf Mürbeteig mit einem Hauch Limette.

Zutaten
für den Teig:
250g Dinkelmehl
120g Rohrohrzucker
100g Pflanzenmargarine
30g Kokosöl
1 Prise Salz

für die Käsekuchenfüllung
200ml Mandelmilch
200g Sojajoghurt Vanille
1 Packung Vanillepudding
180g Rohrohrzucker
2-3 unbehandelte Limetten (Abrieb + Saft)
600g Naturtofu
125g frische Himbeeren

Käsekuchen vegan Rezept Zutaten

Zubereitung
Mürbeteig
Fett, Mehl und Zucker: der gute alte Mürbeteig, einfacher ist wohl kaum ein anderer Kuchenteig. Die Margarine zusammen mit dem Kokosöl in einer großen Tasse in einem Wasserbad zum Schmelzen bringen und das Fett mit Mehl, Zucker und einer Prise Salz in eine große Schüssel geben. Alles gut durchkneten, bis ihr eine homogene Teigmasse habt, die beim Zusammendrücken fest zusammenhält und nicht zu krümelig/ zu trocken ist. Dein Teig gleichmäßig in eine gefettete Springform drücken und während der Zubereitung der Füllung im Kühlschrank zwischenparken.

Füllung
Zuerst die Limetten und Himbeeren gründlich abwaschen. Sollten die Limetten sehr klein sein, braucht ihr 3 Stück, sonst reichen zwei. Die Limetten mit einer feinen Reibe abreiben und den Saft auspressen. Dann kommen zuerst die flüssigen Zutaten in den Mixer: Mandelmilch, Sojajoghurt (vorzugsweise einen mit Vanille), Limettensaft + Abrieb, Zucker und eine Packung Vanillepudding (idealerweise den von Alnatura oder Rapunzel, Aufkochen nicht notwendig). Alles kurz durchmixen und anschließend den leicht mit der Hand ausgedrückten Tofu in den Mixbehälter bröseln, am besten im Käsekuchen schmeckt mir übrigens der Naturtofu von Taifun, der günstige von Rewe ist aber auch top. Jetzt nochmal alles für ein paar Minuten ordentlich durchmixen bis ihr eine joghurtartige Konsistenz habt, die übrigens jetzt schon verboten lecker schmeckt. Hier auf Instagram könnt ihr die Konsistenz im Bewegtbild ganz gut sehen.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Nun holt ihr den Mürbeteig aus dem Kühlschrank, gießt die Füllung in die Springform und gebt die Himbeeren obendrauf.
Der Kuchen muss nun für 60 Minuten bei 180 Grad backen. Macht unbedingt eine Stäbchenprobe, am Stäbchen sollte außer ein paar kleinen Krümeln nichts sehr Flüssiges hängenbleiben. Sollte die Füllung nach nach einer Stunde noch nicht fest genug sein, reduziert die Hitze etwas und lasst den Kuchen nochmals für 10 Minuten in den Ofen wandern. Die Füllung verfestigt sich übrigens beim Erkalten später im Kühlschrank noch weiter, nur Geduld.
Und voilá, fertig!
Am besten schmeckt der Käsekuchen, wenn er einen Tag lang durchziehen konnte und der Mürbeteig schön durchgesaftet ist.
Ihr könnt den Käsekuchen natürlich auch in der Klassikvariante machen, an Stelle der Limetten gebt ihr einfach den Abrieb und Saft einer Zitrone.

Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen inspirieren und vielleicht probiert ihr diesen sehr simplen Käsekuchen ja auch mal aus.
Erzählt unbedingt, wie er euch geschmeckt hat.

Kennt ihr noch andere leckere vegane Käsekuchenvariationen, habt ihr ein Lieblingsrezept?
PS: nächste Experimente: auch mal glutenfrei Backen und gucken, obs ebenso schmeckt.
Mehr süße Sünden werden folgen. Ohjaa.

Süße Grüße in die Welt.

Käsekuchen Himbeer Limette vegan backen

eine Tasse voll Gold: Goldene Milch DIY

Goldene Milch Diy Rezept
Wenn es draußen kalt ist, gibt es doch nichts Schöneres, als sich mit einem leckeren Heißgetränk von innen zu wärmen. Einer meiner derzeit liebsten Begleiter durch die dunkle Jahreszeit ist Goldene Milch (neudeutsch Kurkuma Latte) und das Rezept zu eben dieser goldigen Leckerei möchte ich heute mit euch teilen.
Kurkuma hat sich langsam aber sicher fast schon zum Trendgewürz entwickelt, was sicherlich auch an den zahlreichen positiven Eigenschaften liegt, die dem Farbstoff Curcumin zugeschrieben werden.

Kurkuma kennen die meisten sicherlich als Bestandteil von Curry, dem er seine leuchtend gelbe Farbe verleiht, oftmals wird er auch in Lebensmitteln als E100 zur Farbgebung beigemischt.
Die gelbe Knolle soll entzündungshemmend, stoffwechselanregend und immunsystemstärkend wirken und ganz nebenbei schmeckt sie auch ganz hervorragend, win-win quasi. Inzwischen gibt es sogar schon eine fertige Kurkuma Latte-Mischung von Sonnentor, die mich geschmacklich als auch von der etwas krümeligen Konsistenz jedoch nicht ganz so überzeugen konnte, erst recht im Vergleich zum Geschmack des frischen Kurkuma. Ich persönlich mag das unvergleichliche Aroma der frischen Knolle sehr und ziehe es dem getrockneten Pulver definitiv vor. Der frische Gelbwurz liefert neben dem Curcumin auch ordentlich Vitamine und Mineralstoffe, wenn ihr also demnächst mal frischen Kurkuma vor der Nase habt, dann greift ruhig zu und gönnt euch eine gute Portion Tassengold.
Hier in Hildesheim kaufe ich meinen Kurkuma entweder auf dem Wochenmarkt oder noch lieber bei denns, denn dort ist er deutlich günstiger und frischer.

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Zutaten:
200g frischer Kurkuma (ca. 150g geschält)
20g Leinöl
80g Kokosöl geschmolzen
120g Agavendicksaft
1 TL Zimt
1 TL gemahlene Vanille
1/2 TL gemahlener schwarzen Pfeffer
1/4 TL Muskat oder Muskatblüte
etwas Anis nach Geschmack

Zubereitung
Zuerst erwärmt ihr das Kokosöl in einem Wasserbad. In der Zeit wird der Kurkuma mit einem Teelöffel grob geschält. Die Schale löst sich ganz gut ohne viel Druck, achtet beim Kauf am besten schon darauf, dass ihr euch die schönsten und größten Knollen aussucht, denn diese liegen beim Schälen einfach besser in der Hand als kleine fummelige Stückchen. Zum Schälen zieht ihr euch am besten Handschuhe an, denn Kurkumagold färbt erbarmungslos alles. Dann gebt ihr die flüssigen Zutaten und die Gewürze in den Mixer, obenauf die geschälten Kurkumaknöllchen, mixt alles für 2-3 Minuten gut durch und tadaa, fertig ist euer Kurkumapüree, das später im gekühlten Zustand wieder etwas fester werden wird. Kokos- und Leinöl und auch das Piperin des schwarzen Pfeffers helfen dabei, das Curcumin für uns bioverfügbar zu machen.

Mit der fertigen Paste habt ihr einen schnellen Zugriff auf euer Gold aus der Tasse und abgefüllt in kleinen Döschen/ Gläsern hält sie sich gut zwei Wochen im Kühlschrank. Ich habe zur Zubereitung der Paste verschiedene Mixer probiert und war mit dem sehr feinen Ergebnis meines Hochleistungsmixers sehr zufrieden. Auch mit einem Nicht-Hochleistungsgerät mit Glasbehälter und ordentlich Wumms könnt ihr eine sehr feine Paste zaubern, mit dem Vorteil, dass ihr nicht Gefahr lauft, helle Plastikteile am Mixer dauerhaft kurkumagold einzufärben. Ganz okay, aber ein bisschen stückig war das Ergebnis aus dem Mini-Zerkleinerer.
Achja, noch ein kleiner Tipp am Rande: wenn ihr die Paste fertig abgefüllt habt, könnt ihr eure erste Tasse gleich mal mit den Kurkumaresten aus dem Mixer aufgießen & genießen und gleichzeitig den Mixbehälter spülen.

Ich trinke meine Goldene Milch am liebsten mit Mandel-, Hafer- oder Reismilch, die von sich aus schon etwas süßlicher schmeckt.
Einen guten Teelöffel der Paste auf eine Tasse heiße Milch euer Wahl, kräftig umrühren und genießen,
Prösterchen!

Falls ihr euch lieber erstmal langsam an die goldene Knolle rantasten wollt oder keine Möglichkeit habt, an frischen Kurkuma zu kommen, findet ihr bei ein bisschen vegan ein Rezept für eine Goldene Milch-Paste mit Kurkuma in Pulverform.

Seid ihr auch so verrückt nach Goldener Milch?
Wie trinkt ihr sie am liebsten?

Habt ganz viel Spaß beim Nachmachen & Genießen.

Kurkuma Latte diy Tasse

wilde Frühlingsliebe auf Rezept: veganes Bärlauchpesto

Bärlauch sammeln Wald

Hurra, endlich ist er da,
der Frühling und mit ihm viel Licht und frisches Grün.
Nachdem ich mich in den letzten Wochen völlig verzweifelt von einer Kaffeetasse zur nächsten rettete, mit meiner eigenen Müdigkeit nicht zurechtkam und alles viel zu grau war, konnte ich trotz Lethargie eins gar nicht abwarten: den Weckruf des ersten Bärlauch.

Mit seinem typischen Aroma schmeckt der heimische wilde Knoblauch nicht nur ultrafantastisch, dunstet weniger stark über die Haut aus als gewöhnlicher Knobi, sondern wirkt ganz nebenbei auch stoffwechselanregend, immunstärkend und enthält neben reichlich ätherischen Ölen und Senfölglykosiden auch eine ganz beachtliche Menge Vitamin C (150 mg/ 100g, holla.).
Da der Bärlauch als typischer Frühjahrsblüher ab März/ April aus seiner Zwiebel kommt, im Mai/ Juni in die Blüte geht, sich danach gleich wieder in die Erde verzieht und das Zeitfenster zum Sammeln und Ernten des Bärlauch somit begrenzt ist, ist es mir eine Pflicht, eure Geschmacksnerven und Lebensgeister nun ein bisschen zu kitzeln. Da die Bärlauchzeit im höchsten Gange ist, gibt es heute eine kleine Premiere auf dem Blog, nämlich eine neue Kategorie, die da heißt lecker!.
Den Anfang macht ein einfaches und leckeres Rezept für Bärlauchpesto.

Bärlauch sammeln
Der Bärlauch (lat. Allium ursinum) gilt als Knoblauch des Nordens und wird auch Hexenzwiebel, Zigeunerlauch oder Ramsen genannt. Mit seinen weichen, lanzenförmigen Blättern ist er meist in Laubwäldern auf feuchten und schattigen Böden zu finden. Obwohl der Bärlauch ein paar falsche Freunde hat, ist es eigentlich gar nicht so schwer, ihn eindeutig zu identifizieren und dort, wo er wächst, ist er meist nicht allein und bildet gern großflächige Teppiche aus, die man kaum übersehen kann.
Wenn ihr auf Bärlauchjagd gehen möchtet und unsicher seid, wie ihr den Bärlauch sicher erkennt, solltet ihr euch vorher schlau machen. Als ich mich letztes Jahr erstmalig zum Bärlauchsammeln aufgemacht habe, stolperte ich im Netz über unzählige Infos und Videos und kam vor lauter Recherche kaum vom Rechner weg. Nun, ihr kennt das. Hilfreich und schön übersichtlich finde ich Sackis gut bebilderte Infos oder das kurze Video von botanikus.de zum Thema Bärlauch.
Und noch ein Tipp: Wenn ihr ein hübsches Bärlauchfeld entdeckt habt,  solltet ihr den Bärlauch nicht büschelweise rupfen, sondern mit Sinn und Verstand, nämlich Blatt für Blatt. Dort, wo ihr in einmal gefunden habt, wird er sich Jahr für Jahr zur Frühlingszeit zeigen.
Falls euch das Sammeln zu wild, der Wald zu weit weg oder die Zeit zu knapp sein sollte, findet ihr den Bärlauch mit etwas Glück auch auf dem Markt oder mittlerweile teils sogar im Supermarkt.

Bärlauchpesto Rezept vegan Sonnenblumenöl

Bärlauchpesto á la Mexi, so gehts:
Egal, was ihr mit eurem Bärlauch anstellt, ob direkt auf dem Brot, in der Kräuterbutter oder im Pesto, am leckersten schmeckt er, wenn er vor der Blüte geerntet und direkt verarbeitet wird. Ich bin nun schon ein paar Mal losgezogen und habe mir immer eine gute Portion gepflückt. Ohne Bärlauch geht bei mir grad gar nix, bei den Mengenangaben habe ich deshalb nicht gekleckert, sondern geklotzt (Richtig, das ist schließlich eine meiner Tugenden!).
Aus den angegebenen Zutaten kommt ein gutes Kilo Pesto heraus, wer sich lieber vorsichtig herantasten möchte, probiert es erstmal mit der halben Portion.

Zutaten:
– 500g Bärlauch
– 200g Cashews (oder 150g Cashews & 50g Walnüsse)
– 80g Sonnenblumenkerne
– 30g Hefeflocken
– 4 TL Salz
– 3 EL frischer Zitronensaft
– 250-300ml Sonnenblumenöl

Los gehts, indem ihr den Bärlauch wascht, auf dem Küchentisch ausbreitet und portionsweise mit dem Küchenhandtuch grob trocken tupft. Als nächstes werden die Stiele großzügig entfernt und der Bärlauch zerkleinert. Ich nehme mir dazu gern eine handvoll Blätter, die ich gleichmäßig in eine Richtung lege, so dass ich die Stiele alle auf einmal abschneiden kann. Jetzt kommt Trick 17: eine Kräuterschere zum Zerkleinern des Bärlauchs. Genau so, wie ich den Bärlauch noch in der Hand habe, schneide ich ihn in Streifen in eine große (!) Schüssel. Das Schnippeln mit der Kräuterschere geht sehr zügig, dürfte auch bei Küchenlegasthenikern klappen und es hat noch einen weiteren Vorteil: der Bärlauch läuft (im Gegensatz zur schnellen Pürierstabversion) nicht Gefahr, bitter zu werden. Die Nüsse und Sonnenblumenkerne werden ohne Fett ganz kurz in der Pfanne angeröstet und anschließend  im Blender gemixt. Ich mag es, wenn das Pesto ein bisschen Biss hat, deshalb reicht mir persönlich ein kurzes Anmixen aus.
Und nun gehts ans Kneten!
Über euren streifig geschnittenen Bärlauch gebt ihr die Nüsse, Hefeflocken, Zitronensaft, Salz (je nach Geschmack ein bisschen Pfeffer), und nach und nach das Sonnenblumenöl hinzu. Knetet alles kräftig mit den Händen durch, bis eine schöne grüne Masse entsteht. Je nachdem, ob ihr das Pesto lieber pastiger oder öliger haben wollt, gebt ihr weniger oder mehr Öl hinzu. Ihr könnt an Stelle des Sonnenblumenöls natürlich auch Olivenöl nehmen, ich persönlich bevorzuge Sonnenblumenöl, da es geschmacksneutraler ist und dem Bärlauch mehr Raum gibt.
Das Pesto lässt sich sehr vielseitig kombinieren, in der pastigen Version mit weniger Öl macht es sich pur auch wunderbar als Brotaufstrich. Egal ob klassischerweise zu Nudeln oder Kartoffeln, grundsätzlich kann man damit kaum etwas falsch machen. Da ich es mag, wenn es in meiner Küche einfach, schnell und lecker zugeht und zudem fester Überzeugung bin, dass man nahezu alles auf dem Teller durch Zugabe von Knobi/ Bärlauch aufwertet, ist dieses Pesto für mich eine ziemlich köstliche Win-win-Situation.
In Gläsern abgefüllt und mit etwas Öl obendrauf hält es sich theoretisch einige Zeit im Kühlschrank, allerdings kann es aufgrund der leckeren Umstände durchaus vorkommen, dass das Glas dann doch urplötzlich leer ist.

Wenn ihr noch Bärlauch und Öl übrig haben solltet und/ oder Lust auf mehr Bärlauch habt, könnt ihr mit dem kleingeschnittenen Bärlauch ein Öl ansetzen, dieses zwei Wochen lang im Kühlschrank ziehen lassen, abseihen und fertig ist das Würzöl. Mit Blick auf die kommende Grillsaison kommt der Bärlauch auch unschlagbar gut als Bärlauchbutter, die man übrigens auch prima einfrieren kann. Ich habe dazu Bärlauch, Alsan Pflanzenmargarine, etwas Zitronensaft & Salz miteinander vermengt, portionsweise gerollt und im Tiefkühlfach verstaut.
Et voilá, so einfach ist das.
Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Rausgehen, Ausprobieren und Schnabulieren.

Esst ihr auch so gern Knobi, Bärlauch & Co.?
Wart ihr schon auf Bärlauchjagd?
Wie macht ihr euch frühlingsfit?

Bon Appétit & liebste Frühlingsgrüße,
Mexi

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