Handwerkszeug: meine liebsten Pinsel

vegane pinsel favoriten
Obwohl ein Meister der Kunst sich niemals über den Pinsel beklagen wird, den er benutzt, ist eines Fakt: ein gutes Make Up steht und fällt mit dem richtigen Werkzeug.
Mein Make Up halte ich gern simpel und mein Werkzeug ist es ebenso. Von einem guten Pinsel erwarte ich weiches Hautgefühl, Zweckmäßigkeit und eine wertige, haarausfallfreie Verarbeitung.
Ich besitze nicht viele Pinsel, aber jene, die in meinem Pinselglas stehen, habe ich fast täglich in der Hand und um genau diese soll es heute gehen.
Unterteilt habe ich sie in Grobes und Feines, los gehts mit meinen liebsten Pinseln für einen schönen Teint und anschließend mit den Finelinern für Augen & Lippen.
Alle Pinsel, die ihr hier seht, sind vegan und aus Synthetikhaar.

Pinsel vegan Teint Puder Rouge MF
Puder, Concealer & Blush
In Sachen Make Up gibt es bei mir zwei Dinge, ohne die ich eigentlich selten aus dem Haus gehe: Puder & Concealer, oft auch nur die schnelle BB Cream & Puder. Egal ob erstere oder letztere Variante, mit meiner Mischhaut komme ich an Stirn, Nase, Wangen & Kinn nicht ums Abpudern herum. Mein allerliebster Puderpinsel ist der redwood 120 von Barbara Hofmann*, der mich seit drei Jahren noch immer noch immer formschön & puschelig begleitet. Dank der feinen und megaweichen Haare des herrlich großen Pinselkopfs ist das flächige Abpudern eine wahre Freude. Er liegt durch den breiten, runden Griff gut in der Hand, nimmt gut Produkt auf ohne zuviel davon zu verschlucken und ich erreiche damit eine ordentliche Deckkraft mit meinen Pudern. Die Haare des Pinsels sind zwar sehr dicht, aber eher fluffig gebunden und geben bei Druck nach. Perfekt für lose Puder, soo ein Hautschmeichler! Ein klitzekleines Manko hat der rote von Barbara aber doch: mit 22cm Länge sprengt der lange Griff meine Schminktasche, wenn ich auf Reisen bin. Hier kommt nun der Puderpinsel von for your Beauty (hier noch im alten Design) ins Spiel. Die günstigen Pinsel der Professional Serie von Rossmann wurden im Sommer 2016 gerelauncht, die Pinselgriffe kommen jetzt in roségold mit Bambusholz daher. Mein altes Exemplar ist zwar nicht ganz so schnieke, dafür kann er aber richtig was. Ich mag den (im Verhältnis zum kompakten Griff ) recht üppigen, abgerundeten Pinselkopf sehr. Er ist im Vergleich zu dem von Frau Hofmann nicht ganz so dicht, dafür aber etwas fester gebunden und bietet mehr Widerstand, was gerade für den Auftrag von gepresstem Puder von Vorteil ist. Wenn es um Perfektion geht, legt der Mattifying Finish von ecoTOOLs nochmal eine matte Schippe drauf. Der breite Griff aus Bambus ist schön handlich, die Haare des Pinsels werden zur Pinselspitze hin etwas dünner und sind trotz leichtem Widerstand sehr weich. Er nimmt weniger Produkt auf und eignet sich daher toll, um hier und da noch etwas mehr Mattierung zuzugeben ohne dass es gleich cakey aussieht. Kein Pinsel für jeden Tag, aber für gewisse Tage.
Machen wir gleich mal weiter mit der ecoTOOLs Skin Perfecting Brush, die eigentlich für BB Creams und Flüssigfoundations gedacht ist. Ich trage eigentlich selten Flüssigfoundations, falls doch finde ich Auftrag und Ergebnis imho mit dem Beautyblender deutlich schöner und natürlicher als mit Foundationpinseln. Ich nutze die Skin Perfecting Brush mit ihrem abgeschrägten Pinselkopf gern für den Auftrag von Cremerouge/ Kontur. Dank der schmalen Form und dem guten Widerstand der Pinselhaare lässt sich sehr präzise arbeiten und verblenden. Für den Auftrag von mineralischen oder gepressten Blushes greife ich am liebsten zum halbrunden Rougepinsel von for your Beauty. Auch hier mag ich die dichten weichen Pinselhaare, die schmale Form und den Widerstand des Pinsels, mit dem ich Rouge gezielt dorthin setze, wo es hingehört.
Ein ganz besonderer Pinsel dieser glorreichen Sieben ist die ecoTOOLs Eye Perfecting Brush, die ihren Namen wirklich verdient hat, denn ich hatte nie einen besseren Concealerpinsel für den Augenbereich. Ich liebe die hauchfein abgerundete und unfassbar dicht mit Haaren besetzte Form, die mit den fest gebundenen, aber trotzdem weichen Pinselhaaren eine sehr ebenmäßige Augenpartie zaubert und mit der man auch prima in den engen Augeninnenwinkel kommt. Auch alle anderen kleinen Unregelmäßigkeiten lassen sich damit gekonnt verstecken und das gleichmäßige Einarbeiten/ Aufbauen von (Creme-)Concealer gelingt damit mühelos. Sieht aus wie ein breiter Filzstift, fühlt sich in der Hand an wie ein Zauberstab.
Für Mineral Foundations mag ich den kleinen Kabuki von ChriMaLuxe am liebsten. Die ultradichten Pinselhaare sind schön fest gebunden und haben einen tollen Widerstand, der nicht piekst oder kratzt, ganz im Gegenteil. Ich dippe damit kurz in mein MF-Schälchen, nehme ein paar Krümelchen auf und rausche damit in kreisenden Bewegungen durch mein Gesicht. Dank der feinen weichen Haare werden die Pigmente quasi auf meiner Haut verrieben, das Einarbeiten ist damit ein Kinderspiel.

Pinsel vegan Augen Wimpern Brauen
Feinarbeit an Augen & Lippen
Beim Schminken meiner Augen achte ich darauf, nicht zu dunkel am Lid zu arbeiten und vor allem feile ich gern an einer Illusion einer sichtbaren Lidfalte, die sich bei meinen Schlupflidern leider gern versteckt. Eine etwas dunklere Nuance in/ kurz über der Lidfalte gibt ihr mehr Tiefe und öffnet das Auge. Dabei ist es  besonders wichtig, den richtigen Pinsel in der Hand zu haben, der die Farbe möglichst präzise an die richtige Stelle setzt. Ich persönlich mag  dazu schmale, spitz zulaufende Formen und habe mich inzwischen voll und ganz auf Blender mit Dreiecksform eingeschworen. An dieser Stelle ein herzliches RIP an den tollsten (mittlerweile verschlimmbesserten) Blender von ebelin, es war am schönsten mit dir. Als Nachfolger hat es mir die spitze dreieckige Form des for your Beauty Blenders und auch des neuen Augen-Styling Pinsels mit 2 Köpfen (leider nicht auf den Bildern) angetan. Den Widerstand des Pinsels mag ich total, da ich damit gut Farbe aufnehmen, gezielt in die Lidfalte setzen und gleichzeitig durch Hin- und Herbewegen verblenden kann. Einen ähnlich punktgenauen Job mit lidschatten in der Lidfalte macht der ecoTOOLS Correcting Concealer mit seinen kurzen Pinselhaaren und dem schmalen runden Pinselkopf, den ich wie gesagt nicht als Concealerpinsel, sondern als Lidfaltenkünstler einsetze.
Den Body&Soul Präzisionspinsel aus dem Müller finde ich extrem gut zum Auffüllen meiner Augenbrauen mit Brauenpuder. Da er so schön schmal und fest gebunden ist, nimmt er super Farbe auf und lässt es sich damit schön punktgenau arbeiten, viel besser als mit manch klassisch abgeschrägtem Brauenpinsel wie ich finde.
Zwar kein echter Pinsel, aber ein toller kleiner Helfer ist der for your Beauty Augenstyler aus Silikon, der im Dreiergespann in verschiedenen Formen daherkommt und noch relativ neu im Sortiment ist. Ich mag diese kleinen Bürstchen und trage mittlerweile kaum noch Mascara auf, ohne sie griffbereit zu haben. Sie trennen die frisch getuschten Wimpern wunderbar, verhindern Fliegenbeine und bringen die Wimpern optimal in Position.
Egal ob zu Hause oder unterwegs, Lippenstift trage ich am liebsten mit einem Pinsel auf. Das dauert zwar eine Idee länger, lohnt sich aber wie ich finde sehr, um die gewünschte Farbmenge zu regulieren und ermöglicht einen punktgenauen Auftrag auch an schwierigen Stellen wie den Engen der Mundwinkel oder dem gekonnten Lippenherz. Oft waren mir Pinsel für die Lippen entweder zu breit oder viel zu schmal, perfekt für mich ist der Lippenpinsel von Alicia da Silva. Der Pinsel nimmt gut Farbe auf und ist nicht zu schmal, mit dem spitz zulaufenden Pinselkopf kann ich prima an meiner Lippenlinie arbeiten oder mir die Länge des Pinsels in einem anderen Winkel beim Ausmalen zu Nutze machen. Genial und unheimlich praktisch finde ich den Automatikmechanismus, denn die Verschlusskappe der Hülse dient hinten am Pinsel aufgesteckt dazu, dass der Pinsel aus dem Schutz der Hülse herausgedrückt wird – ein großartiger Helfer aus dem Hause Barbara Hofmann, die Pinsel gibts inzwischen übrigens auch bei Müller.

meine liebsten Pinsel vegan

Ja, das waren sie, alle meine Pinsel. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Aufstellung, denn sie deckt von schönem Teint, über frischen Wangen bis hin zu farbigen Lippen alle meine Bedürfnisse ab. Wenngleich ich die Qualität der vergleichsweise sehr günstigen for your Beauty Pinsel wirklich gut finde, schätze ich die Zauberkraft und die sehr wertige Verarbeitung meiner Barbara Hofmann Pinsel auch sehr. Genauso ist es bei den Pinseln von ecoTOOLs: sie sehen nicht nur gut aus, sie sind es auch. Die Pinsel habe ich zusammen als Beautiful Complexion Set für sehr kleines Geld (derzeit rund 10€) bei iHerb gekauft, gesehen habe ich das Set auch schon bei TK Maxx und es gibt sie auch einzeln zu kaufen. Ein sehr lohnenswertes Quartett, sollte es euch mal vor die Füße kommen, dann schnappt unbedingt zu.

Welche Pinsel/ Marken nutzt ihr am liebsten?
Was ist euch besonders wichtig bei eurem Pinselwerkzeug?
Habt ihr einen absoluten Pinsel-Liebling?

Liebste Grüße,
Mexi
*wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt

farbige Pflege: Tinted Lip Balms von Hurraw, Pacifica & Crazy Rumors

tinted lip balm pacifica crazy rumors hurraw
Ja, ich gebe es zu,
ich bin ein heimlicher Tinted Lip Balm Nerd.
Nicht nur jetzt in der spröden Jahreszeit habe ich fast immer mindestens ein getöntes Stiftchen einzustecken, sondern genau genommen eigentlich das ganze Jahr über.
Wer gern eine rote Lippe riskiert, muss gut vorsorgen, denn sobald es schmiert und bröselt, siehts nicht mehr aus. So gern ich meine roten Lippenstifte auch mag, so ist es mir oft doch zu müßig, den Lippenpinsel und eventuell noch den passenden Lipliner zum unterwegs Auffrischen mit einzupacken. So ein bisschen Farbe und gleichzeitig Pflege darf es bei mir aber trotzdem schon sein und ich mag den flotten & unkomplizierten Auftrag und den Hauch Frische auf den Lippen.
Win, win – also her mit den farbigen Lippenschmeichlern.

Lip Balm Pacifica Crazy Rumors Hurraw

Hurraw! Black Cherry Tinted Lip Balm
Los gehts mit meinem heimlichen Pflegeliebling, den man ganz unverblümt auch mal zwischendurch zücken und „blind“ auftragen kann. Dieser getönte Lippenbalsam von Hurraw! ist eindeutig der mit der geringsten Farbabgabe, dennoch mag ich ihn unheimlich gern, da er gerade beanspruchte Lippen sehr nachhaltig und zum Knutschen weich pflegt.
Er zaubert einen ganz feinen Hauch Kirschrot und jede Menge glossy Glanz auf meine Lippen und verstärkt so das eigene Lippenrot etwas. Beim Auftrag brauche ich nicht viel Druck, um dem Stift Produkt zu entlocken und er schnuppert intensiv original nach Hubba Bubba. Die rote Färbung des Lippenbalsam stammt vom Schminkwurz (Alkanna tinctoria), Schimmerpartikel enhält er keine. Das Verhältnis von Ölen und Wachsen finde ich hier sehr ausgewogen, er klebt nicht und er läuft nicht, nicht auf den Lippen und auch nicht in der Hosentasche. Auch die schmale Form der Hülse und den Klickmechanismus der Kappe machen den Stift quasi unverwüstlich – mit Ausnahme des Drehgewindes, zumindest mein Exemplar dreht inzwischen nur noch hoch, nunja, das ist ja auch die Hauptsache.
Das Hurraw! Sortiment ist riesig und es gibt sie in unzähligen Richtungen von Chai Spice über ayurvedisches Pitta bis Lakritze (zum Beispiel bei Ecco Verde) und auch die Sorten Grapefruit und Cinnamon dürften dank enthaltenem Alkanna leicht getönt sein.

Crazy Rumors Hibiskiss Sunset & Tropical
Die getönten Lippenbalsame der Hibiskiss-Reihe von Crazy Rumors finde ich toll, weil sie Farbe & Pflege optimal vereinen. Im Vergleich zu Hurraw! und Pacifica sind sie etwas fester und weniger cremig, lassen aber dennoch gut Farbe da. Sowohl das beerige (leicht kühle)  Rot des Hibiskiss Tropical als auch das sonnig-goldige warme Korallrot des Sunset enthalten eine gute Portion Schimmer, der die Lippen optisch kräftig aufplustert und auf Hochglanz bringt. Ich kann euch gar nicht sagen, welchen der beiden ich lieber mag und wechsele sie immer je nach Laune durch: das kühlere tropical für die lässigen Tage (Tragebild ganz unten) und den warmen Sunset für die Extraportion Sonne und gute Laune. Die Farbe der Balsame basiert auf mineralischen Pigmenten und hält sich bei gemäßigtem Hibiskissverhalten auch wirklich gut auf den Lippen. Ein verspieltes, aber auch verzichtbares Gimmick ist, dass die Hibiskiss Lippis aromatisiert und mit Stevia gesüßt sind, also fruchtig süß schmecken & riechen.
Das Crazy Rumors Sortiment ist mit über 40 verschieden Sorten riesig und wirklich einen Blick wert, besonders was die sechs getönten Hibiskisses angeht.

Pacifica Color Quench Lip Tint Blood Orange
Hach, ich mag die Lippenprodukte von Pacifica einfach und dieser hier war übrigens mein allererstes Pacifica Produkt. Der Blood Orange Lip Tint ist sehr (!) cremig und mit Abstand der am stärksten pigmentierte getönte Lippenbalsam in meiner Sammlung. Ich würde ihn daher eigentlich eher in die Kategorie sheerer Lippenstift mit Turbo-Pflegewirkung stecken.
Er fühlt sich zwar reichhaltig cremig auf den Lippen an, klebt aber keine Spur und auch nach Stunden und einigem Kontakt mit Teetassen habe ich noch immer einen leichten Stain auf den Lippen. Da er so cremig-weich ist, gibt er ohne viel Druck schon ordentlich Farbe ab, allerdings ist er dadurch auch nicht so hosentaschengeeignet. Ich hatte ihn im Sommer mit auf einem Festival und nachdem er mir quasi einmal von der Hülse in den Deckel geschmolzen war, musste ich ihn erstmal wiederbeleben. Die Farbbezeichnung „Blood Orange“ trifft als Beschreibung des Farbtons absolut zu, denn die Farbe kommt tatsächlich als kräftig-fruchtiges Pink mit ganz feinem metallischen Schimmer heraus, soo schön!
Generell mag ich die kräftigen Farben bei Pacifica sehr, nur schade, dass man hierzulande eher schlecht an die Produkte kommt und sie obendrein deutlich teurer sind. Man bekommt sie beispielsweise bei der Boutique Vegan, ich hab ihn mir damals während einer 10% Aktion bei iHerb für etwas unter $5 gekauft und würde es definitiv wieder tun.

Pacifica Hurraw Crazy Rumors Swatches
A propos iHerb, all diese vier habe ich nach und nach bei der günstigen mega Drogerie hinterm Großen Teich bestellt und meinen 22€ Höchstbetrag fleißig ausgereizt. Im Vergleich zu den Preisen hier habe ich einiges gespart. Falls ihr jetzt neugierig geworden seid, dort eh ab und zu bestellt oder es immer mal vor hattet, dann lohnt es sich definitiv, sie dort als kleine Kleinigkeit on top mitzubestellen. Und auch wenn ihr sie nicht übersee kaufen wollt, sind die bunten Stifte allemal einen Blick wert.
Auch spannend finde ich die getönten Balms von Fra Lippo Lippie und die Lip Butter von Ponyhütchen. Falls ihr noch mehr bunte & vegane Lippenschmeichler kennt, gern her damit.

Wie pflegt ihr eure Lippen im Winter?
Tragt ihr auch so gern getönte Lippenbalsame?
Welcher davon gefällt euch am besten?

Hibiskisses und liebste Grüße,
Mexi

Crazy Rumors Hibisbiss Tinted Lipbalm tropical

Hallo 2017, hallo Kraft der Gedanken

 

Moleskine Wochen Notizkalender 2017
Grundsätzlich halte ich nicht viel von diesen vollmundigen guten Vorsätzen, die man im neuen Jahr meist hochmotiviert vor sich herschiebt. Dennoch hat sich bei mir zum Jahreswechsel etwas verändert und eigentlich fing das schon viel früher in meinem Kopf an.
Ich liebe es, meine Fühler auszustrecken, mich inspirieren zu lassen, Neues auszuprobieren und viel zu oft ist es mir in der Vergangenheit passiert, dass sich meine glorreichen Ideen, Geistesblitze und Gedanken & Schlüsse über mich und das Leben entweder in einem losen Zettelhaufen aus To Do-Listen und „Hey, das merke ich mir mal“-Notizen verirrten oder nach ein paar Tagen in Vergessenheit gerieten. Und ja, manchmal stellt meine chaotische Hälfte meiner kreativen Schokoladenseite ein Bein und dann kommt sie, die zermürbende Unzufriedenheit, die oft negative Gedanken und noch mehr Durcheinander mit sich bringt.
Anstatt mich damit abzufinden, eine kleine Organisationsknalltüte zu sein und mich weiter in meinem Hamsterrad zu verheddern, möchte ich meine Gedanken, Ziele und Wünsche künftig besser strukturieren und organisieren, aus dem Kopf direkt zu Papier, alles an einem Ort bitteschön.
Einen Ort dafür habe ich in meinem Moleskine gefunden. Auf der Suche nach einem schmalen, handtaschentauglichen Format fiel meine Wahl auf den Wochen-Notizkalender, der in der Wochenansicht einerseits Platz für Termine bietet und außerdem auf der rechten Seite Raum für alles andere schafft, was mir noch so im Kopf herumfliegt, quasi ein Kalender und Notizbuch in einem.
Ich habe ein bisschen Zeit und Liebe in den Kalender investiert und nach meinen Bedürfnissen umgestaltet, mit Washi Tape verziert und ein paar kleine Dashboards eingebaut, die mir dabei helfen werden, meine Termine, Ideen und Ziele zu strukturieren. Eine große Inspiration für mich war und ist Ella The Bee, eine Organisationsbiene auf Youtube, von der ich mir in Sachen Organisation und Kalendergestaltung einiges abgucken konnte.

Moleskine Kalender 2017 Ziele

Und so sieht es nun von innen aus, mein neues Gehirn.
In meiner Wochenansicht reist eine Postkarte mit, die zum einen als Lesezeichen dient, zum anderen wird mich ein Zettel an der Rückseite der Karte an meine Monatsziele erinnern, die ich dank Tape immer wieder neu anlegen kann.
Auf den ersten sechs Seiten des Moleskine befinden sich meine persönlichen Dashboards, die inzwischen schon voll mit Klebezetteln sind (hurra, es funktioniert!). Diese habe ich thematisch passend mit Ausschnitten aus Zeitschriften gestaltet & beklebt und anschließend mit Buchfolie „einlaminiert“, so dass ich sie immer wieder neu mit Post Its und Notizen bekleben kann.
Los geht es auf der ersten Seite mit einem Braindump, einer Art Gedankenablage, auf der ich alle wilden Gedanken abladen kann, die erstmal nicht in eine Kategorie passen, meinen Arbeitsspeicher aber nicht unnötig belasten sollen. Direkt gegenüber auf Seite zwei befindet sich meine To Do-Liste, auf der momentan oben ein Zettel mit den dringlichsten Aufgaben (wichtig!) klebt und auf der unteren Seite ist ein kleinerer mit Dingen, die ich in den nächsten Tagen angehen werde (wichtig, aber nicht dringend). Meine Seite Nr. 3 ist gedacht fürs große Träumen und Wagen, hier möchte ich meine Wünsche und Ziele festhalten und in die Ferne schweifen. Auf Seite vier befinden sich meine Einkaufszettel für Lebensmittel, Kosmetik & Co., zum Teil auch mit Dingen, die ich bald im Netz nachbestellen möchte. Auf dem fünften Dashboard sammle ich Geschenk- und DIY Ideen sowie Rezeptverweise, die ich gern ausprobieren möchte. Das sechste und letzte Dashboard möchte ich als meine Blog- und Instagram Schatzkiste nutzen. .)
moleskine 2017 Kalender dashboards braindump

Einerseits warten viele Aufgaben auf mich, andererseits bringt diese Büchlein neue Struktur und eine herrliche Sicherheit in mein Leben. Ich freue mich auf dieses neue Jahr und die Kraft meiner Gedanken.
Falls ihr jetzt noch sehen wollt, wie mein neues Gehirn To Go  live und in Farbe aussieht, könnt ihr es euch hier auf Instagram mal anschauen.

Denn es kommt überall nicht auf den Gegenstand, sondern auf das Auge an, das ihn betrachtet, und unter den Sinnen eines Denkers wird alles zum Stoff.“
Heinrich von Kleist

In diesem Sinne wünsche ich viel Liebe, Sonne und kräftige Gedanken in 2017 und hoffe, euch ein wenig inspiriert zu haben.
Liebste Grüße,
Mexi

Wie plant & organisiert ihr eure Gedanken, Zeit und das, was euch wichtig ist?

eine Tasse voll Gold: Goldene Milch DIY

Goldene Milch Diy Rezept
Wenn es draußen kalt ist, gibt es doch nichts Schöneres, als sich mit einem leckeren Heißgetränk von innen zu wärmen. Einer meiner derzeit liebsten Begleiter durch die dunkle Jahreszeit ist Goldene Milch (neudeutsch Kurkuma Latte) und das Rezept zu eben dieser goldigen Leckerei möchte ich heute mit euch teilen.
Kurkuma hat sich langsam aber sicher fast schon zum Trendgewürz entwickelt, was sicherlich auch an den zahlreichen positiven Eigenschaften liegt, die dem Farbstoff Curcumin zugeschrieben werden.

Kurkuma kennen die meisten sicherlich als Bestandteil von Curry, dem er seine leuchtend gelbe Farbe verleiht, oftmals wird er auch in Lebensmitteln als E100 zur Farbgebung beigemischt.
Die gelbe Knolle soll entzündungshemmend, stoffwechselanregend und immunsystemstärkend wirken und ganz nebenbei schmeckt sie auch ganz hervorragend, win-win quasi. Inzwischen gibt es sogar schon eine fertige Kurkuma Latte-Mischung von Sonnentor, die mich geschmacklich als auch von der etwas krümeligen Konsistenz jedoch nicht ganz so überzeugen konnte, erst recht im Vergleich zum Geschmack des frischen Kurkuma. Ich persönlich mag das unvergleichliche Aroma der frischen Knolle sehr und ziehe es dem getrockneten Pulver definitiv vor. Der frische Gelbwurz liefert neben dem Curcumin auch ordentlich Vitamine und Mineralstoffe, wenn ihr also demnächst mal frischen Kurkuma vor der Nase habt, dann greift ruhig zu und gönnt euch eine gute Portion Tassengold.
Hier in Hildesheim kaufe ich meinen Kurkuma entweder auf dem Wochenmarkt oder noch lieber bei denns, denn dort ist er deutlich günstiger und frischer.

goldene-milch-paste-kurkuma-rezept-zutaten

Zutaten:
200g frischer Kurkuma (ca. 150g geschält)
20g Leinöl
80g Kokosöl geschmolzen
120g Agavendicksaft
1 TL Zimt
1 TL gemahlene Vanille
1/2 TL gemahlener schwarzen Pfeffer
1/4 TL Muskat oder Muskatblüte
etwas Anis nach Geschmack

Zubereitung
Zuerst erwärmt ihr das Kokosöl in einem Wasserbad. In der Zeit wird der Kurkuma mit einem Teelöffel grob geschält. Die Schale löst sich ganz gut ohne viel Druck, achtet beim Kauf am besten schon darauf, dass ihr euch die schönsten und größten Knollen aussucht, denn diese liegen beim Schälen einfach besser in der Hand als kleine fummelige Stückchen. Zum Schälen zieht ihr euch am besten Handschuhe an, denn Kurkumagold färbt erbarmungslos alles. Dann gebt ihr die flüssigen Zutaten und die Gewürze in den Mixer, obenauf die geschälten Kurkumaknöllchen, mixt alles für 2-3 Minuten gut durch und tadaa, fertig ist euer Kurkumapüree, das später im gekühlten Zustand wieder etwas fester werden wird. Kokos- und Leinöl und auch das Piperin des schwarzen Pfeffers helfen dabei, das Curcumin für uns bioverfügbar zu machen.

Mit der fertigen Paste habt ihr einen schnellen Zugriff auf euer Gold aus der Tasse und abgefüllt in kleinen Döschen/ Gläsern hält sie sich gut zwei Wochen im Kühlschrank. Ich habe zur Zubereitung der Paste verschiedene Mixer probiert und war mit dem sehr feinen Ergebnis meines Hochleistungsmixers sehr zufrieden. Auch mit einem Nicht-Hochleistungsgerät mit Glasbehälter und ordentlich Wumms könnt ihr eine sehr feine Paste zaubern, mit dem Vorteil, dass ihr nicht Gefahr lauft, helle Plastikteile am Mixer dauerhaft kurkumagold einzufärben. Ganz okay, aber ein bisschen stückig war das Ergebnis aus dem Mini-Zerkleinerer.
Achja, noch ein kleiner Tipp am Rande: wenn ihr die Paste fertig abgefüllt habt, könnt ihr eure erste Tasse gleich mal mit den Kurkumaresten aus dem Mixer aufgießen & genießen und gleichzeitig den Mixbehälter spülen.

Ich trinke meine Goldene Milch am liebsten mit Mandel-, Hafer- oder Reismilch, die von sich aus schon etwas süßlicher schmeckt.
Einen guten Teelöffel der Paste auf eine Tasse heiße Milch euer Wahl, kräftig umrühren und genießen,
Prösterchen!

Falls ihr euch lieber erstmal langsam an die goldene Knolle rantasten wollt oder keine Möglichkeit habt, an frischen Kurkuma zu kommen, findet ihr bei ein bisschen vegan ein Rezept für eine Goldene Milch-Paste mit Kurkuma in Pulverform.

Seid ihr auch so verrückt nach Goldener Milch?
Wie trinkt ihr sie am liebsten?

Habt ganz viel Spaß beim Nachmachen & Genießen.

Kurkuma Latte diy Tasse

eingekauft: von alten Bekannten und neuen Freunden

Naturkosmetik Haul 2016
Viele Gedanken, Ideen und auch diesen Beitrag trage ich schon seit einiger Zeit schwanger mit mir herum. Nun ist es an der Zeit für ein Lebenszeichen, einen kleinen Haul mit gesammelten Werken der letzten Wochen & Monate und ein kurzes Vorwort dazu.
Ich ernähre mich nun seit ungefähr einem Jahr zu 97% vegan. Letztes Jahr um diese Zeit stellte ich meine damals vegetarische Ernährung auf vegan um. Was als eine Art zwangloser Selbstversuch begann, entwickelte sich zu einer Reise in eine Lebensweise, über die ich immer wieder nachdenke. Irgendwie ulkig ist das schon, zumal ich über die Naturkosmetik zu einem bewussteren Umgang mit meiner Umwelt, und von dort aus zur Ernährung und zum Weiterdenken gekommen bin.
Veganismus bedeutet für mich nicht, ein militanter Vorzeigemensch zu sein, denn es geht nicht um Perfektion, sondern um bewusste persönliche Entscheidungen und Wege. Frei nach dem Motto „weniger müssen, mehr wollen“ entschied ich mich Anfang des Jahres, auch meine Kosmetikneukäufe vegan auszurichten.
Plötzlich stand ich trotz Anti-Selbstkasteiungsgrundsatz und imposantem Altbestand, den ich größtenteils aufbrauchen werde oder weggegeben habe, erneut vor der Frage: vegane Naturkosmetik und ich, wird das was? Was pflegende Produkte angeht, ist das ein Leichtes, bei dekorativer Kosmetik wird es schon abenteuerlicher. Einerseits stellte ich begeistert fest, dass meine Lieblingsmascara ohnehin schon vegan war, andererseits hatte ich automatisch im Hinterkopf, dass einiges  an dekorativer Naturkosmetik zukünftig rausfallen wird. Gefühlsmäßig ist dieser Verzicht für mich bislang eigentlich kein Verzicht, sondern eher eine spannende Reise durch den Kosmetikdschungel, die so schnell nicht langweilig werden wird.
Einen kleinen Reisebericht gibts jetzt,
voilá.

Naturkosmetik Haul Pflege
pflegende Kosmetik
Einiges habe ich aus Begeisterung nachgekauft, anderes aus Neugier angeschafft. Den Anfang macht das neue Schmidt’s Deo Rose + Vanilla, auf das ich mächtig gespannt war. Als große Freundin der vergleichsweise eher festen Schmidt’s Deodorants hatte ich mich über die praktischen Deosticks riesig gefreut, über diese neue blumige Variante noch mehr, denn sie schnuppert herrlich intensiv. Die süße Vanille gibt der klassischen Rose eine neue verspielte Note, dieser göttliche Duft hält sich bei mir sogar bis zum Abend und die Deowirkung übertrifft die der alten Sorten um einiges. Bestellt habe ich es übrigens bei najoba und besorgte mir bei der Gelegenheit gleich noch Nachschub von meiner geliebten Sheabutter Gesichts- und Reinigungslotion von Martina Gebhardt (pssst, 15% Rabatt mit dem Code BIOUTY16, MBW 35€). Bei Ecco Verde nachgekauft habe ich mein allerliebstes Körperöl „Königin der Nacht“ von farfalla, von dem ich schon in meinen Beauty Favoriten 2015 schwärmte, und die CMD neutral Feuchtigkeitsmaske, zu der ich sehr gern greife, wenn mich hier und da trockene Stellen ärgern oder meine Haut eine Extraportion Pflege braucht. Beim Stöbern bei TK Maxx bin ich über das Frank ‚incense‘ Moringa Serum von Zatik, einer kleinen Manufaktur aus Kalifornien, gestolpert. Dieses Serum basiert auf Wasser, jeder Menge feuchtigkeitspendendem Zuckeralkohol & zahlreichen Pflanzenextrakten und ist eine echte Feuchtigkeitsbombe. Ich dachte, ich träume als ich vorm Regal stand und die INCI gleich nochmal durchlesen musste, um den Haken daran zu finden. Der Haken hat sich mittlerweile übrigens angefunden, denn als ich eben nochmal nach Informationen dazu googelte, stellte ich fest, dass die weihrauchgeniale Formulierung offenbar überarbeitet wurde und nun Alkohol und Sandelholzöl zur Beduftung enthält. Sollte ich es in der alten Version nochmal finden, werde ich zuschlagen, denn Seren in dieser Form sind nicht so leicht zu haben. Nicht schlecht gestaunt habe ich über den neuen Make ab-Reinigungsschaum von Jean&Len, der zwar zweifelsohne ein buntes Potpourri aus Tensiden ist, dafür aber ohne Alkohol und Duftstoffe auskommt. Der erstaunlich cremige Schaum makes it ziemlich gut ab und ist hin und wieder mein schneller Retter, wenn ich abends eigentlich schon zu müde zum Abschminken bin. Dass deep steep den Dreh mit duften Körperlotionen abseits altbackener NK-Düfte raus hat, das ist ja nichts Neues, dank iHerb und der deep steep Honeydew Spearmint Bodylotion weiß ich jetzt, dass sich fruchtige Melone mit einem Hauch Minze ganz hervorragend als süßer Frischmacher am Morgen macht. Ebenfalls bei iHerb erstanden habe ich das Red und Bright Red Henna von Light Mountain, welches leider nicht in Deutschland vertrieben wird. Beide Nuancen habe ich bereits ausprobiert und ich muss schon sagen, dass mich sowohl Farbintensität als auch das Preis-Leistungsverhältnis sehr überrascht hat. Genau deshalb musste von meiner Lieblingsnuance auch sofort Nachschub her, welche das ist und meine neuesten Hennaexperimente- und Erkenntnisse werde ich hier noch nicht verraten, dazu wird es bald ein gesondertes Hennaupdate geben.

Naturkosmetik Haul dekorative Kosmetik
dekorative Kosmetik
In Sachen dekorativer Kosmetik mache ich gleich mal bei iHerb weiter, denn dort habe ich in letzter Zeit unheimlich gern gestöbert. Vielleicht liegt das daran, dass iHerb immer wieder mit feinen Sachen lockt, an die man hierzulande nicht so ohne weiteres oder mit deutlichem Preisunterschied rankommt, wahrscheinlich funktioniert das neue Rewards-System (mit dem man automatisch 10% des Einkaufswertes der letzten Bestellung gutgeschrieben bekommt) aber auch so gut, dass ich gar keine andere Wahl habe, als dieses Guthaben auch einzulösen, schlauer Schachzug, iHerb. ,)
Auf der Suche nach einer getönten Lippenpflege, die mir ganz schnell zwischendurch ein bisschen Farbe & Pflege auf die Lippen bringt, bin ich beim Hurraw! Black cherry Lippenbalsam gelandet, der zwar nur einen Hauch Rot auf den Lippen hinterlässt, dafür aber sehr reichhaltig pflegt. Schon länger neugierig war ich auf die Düfte von Pacifica, die es in den verschiedensten Varianten zum Sprühen, als Creme oder als Roll-On gibt. Meine Wahl fiel auf den French Lilac Roll On, eine extrem schöne blumige Komposition aus Flieder, Magnolie, Vanilleblume, Ylang Ylang und Hyazinthe, die sich auf meiner Haut erstaunlich lange hält. Schön cremig, pflegend und echt farbstark finde ich auch den Pacifica Devocean Lippi Firebird, welcher auf meinen Lippen als leuchtendes Erdbeerrot rüberkommt, eine absolute Knallerfarbe (fürs Beweisbild bitte nach unten scrollen). Um die Farbe besser haltbar zu machen und ein Ausfransen zu vermeiden, benutze ich als Unterlage gern den puroBIO Lipliner Ziegel von Ecco Verde. Dieser ist eigentlich gar nicht so ziegelrot, wie man vermuten könnte, sondern kommt auf meinen Lippen eher als heller Rosenholzton heraus, der das Rot meiner Lippen sehr natürlich unterstreicht. Sehr gern mag ich das Terra Naturi Augenbrauenpuder, das im Vergleich zu dem von alverde etwas heller, weniger aschig und besser pigmentiert ist. Ich liebe den hellen Ton und benutze ihn nicht nur auf den Brauen, sondern auch gern in der Lidfalte.
Ganz neu im alverde Sortiment ist der All in One-Lidschatten 01 Champagne, der meinem Lieblingslidschatten „warm Vanilla“  im Zuge des Sortimentswechsels Platz machen musste. Die überarbeitete Version kommt nun heller und nicht mehr matt, sondern mit einem weißlichen Schimmer daher, der allerdings am Auge aufgetragen kaum auffällt. Ein würdiger Nachfolger, eine Träne im Knopfloch hab ich jetzt trotzdem.
Einem echten Zufallsfund beim TK Maxx in Hannover habe ich zu verdanken, dass ich nun auch endlich auf Puderfoundations gekommen bin. Als mir das schon sehr abgegrabbelte Döschen der bellápierre Mineral Foundation cinnamon für einen sehr schmalen Taler vor die Nase kam, zeigte ich Erbarmen und bin seitdem sehr angetan von ihr, wenngleich mir die gelbstichige Zimtnuance im Winter wohl definitiv zu dunkel werden wird. Sie lässt sich flott und gleichmäßig auftragen, hält sich den ganzen Tag tapfer ohne zu fetten und die mittlere Deckkraft gleicht mein Hautbild und kleine Rötungen ganz wunderbar aus.

Wie ist das bei euch,
bio, vegan oder spontane Verführung?
Worauf achtet ihr beim Kosmetikkauf?

Achja. Halleluja.
Tut gut, wieder hier zu sein.

Liebste Grüße nach da draußen,
Mexi

Pacifica Lipstick Devocean Firebird

wilde Frühlingsliebe auf Rezept: veganes Bärlauchpesto

Bärlauch sammeln Wald

Hurra, endlich ist er da,
der Frühling und mit ihm viel Licht und frisches Grün.
Nachdem ich mich in den letzten Wochen völlig verzweifelt von einer Kaffeetasse zur nächsten rettete, mit meiner eigenen Müdigkeit nicht zurechtkam und alles viel zu grau war, konnte ich trotz Lethargie eins gar nicht abwarten: den Weckruf des ersten Bärlauch.

Mit seinem typischen Aroma schmeckt der heimische wilde Knoblauch nicht nur ultrafantastisch, dunstet weniger stark über die Haut aus als gewöhnlicher Knobi, sondern wirkt ganz nebenbei auch stoffwechselanregend, immunstärkend und enthält neben reichlich ätherischen Ölen und Senfölglykosiden auch eine ganz beachtliche Menge Vitamin C (150 mg/ 100g, holla.).
Da der Bärlauch als typischer Frühjahrsblüher ab März/ April aus seiner Zwiebel kommt, im Mai/ Juni in die Blüte geht, sich danach gleich wieder in die Erde verzieht und das Zeitfenster zum Sammeln und Ernten des Bärlauch somit begrenzt ist, ist es mir eine Pflicht, eure Geschmacksnerven und Lebensgeister nun ein bisschen zu kitzeln. Da die Bärlauchzeit im höchsten Gange ist, gibt es heute eine kleine Premiere auf dem Blog, nämlich eine neue Kategorie, die da heißt lecker!.
Den Anfang macht ein einfaches und leckeres Rezept für Bärlauchpesto.

Bärlauch sammeln
Der Bärlauch (lat. Allium ursinum) gilt als Knoblauch des Nordens und wird auch Hexenzwiebel, Zigeunerlauch oder Ramsen genannt. Mit seinen weichen, lanzenförmigen Blättern ist er meist in Laubwäldern auf feuchten und schattigen Böden zu finden. Obwohl der Bärlauch ein paar falsche Freunde hat, ist es eigentlich gar nicht so schwer, ihn eindeutig zu identifizieren und dort, wo er wächst, ist er meist nicht allein und bildet gern großflächige Teppiche aus, die man kaum übersehen kann.
Wenn ihr auf Bärlauchjagd gehen möchtet und unsicher seid, wie ihr den Bärlauch sicher erkennt, solltet ihr euch vorher schlau machen. Als ich mich letztes Jahr erstmalig zum Bärlauchsammeln aufgemacht habe, stolperte ich im Netz über unzählige Infos und Videos und kam vor lauter Recherche kaum vom Rechner weg. Nun, ihr kennt das. Hilfreich und schön übersichtlich finde ich Sackis gut bebilderte Infos oder das kurze Video von botanikus.de zum Thema Bärlauch.
Und noch ein Tipp: Wenn ihr ein hübsches Bärlauchfeld entdeckt habt,  solltet ihr den Bärlauch nicht büschelweise rupfen, sondern mit Sinn und Verstand, nämlich Blatt für Blatt. Dort, wo ihr in einmal gefunden habt, wird er sich Jahr für Jahr zur Frühlingszeit zeigen.
Falls euch das Sammeln zu wild, der Wald zu weit weg oder die Zeit zu knapp sein sollte, findet ihr den Bärlauch mit etwas Glück auch auf dem Markt oder mittlerweile teils sogar im Supermarkt.

Bärlauchpesto Rezept vegan Sonnenblumenöl

Bärlauchpesto á la Mexi, so gehts:
Egal, was ihr mit eurem Bärlauch anstellt, ob direkt auf dem Brot, in der Kräuterbutter oder im Pesto, am leckersten schmeckt er, wenn er vor der Blüte geerntet und direkt verarbeitet wird. Ich bin nun schon ein paar Mal losgezogen und habe mir immer eine gute Portion gepflückt. Ohne Bärlauch geht bei mir grad gar nix, bei den Mengenangaben habe ich deshalb nicht gekleckert, sondern geklotzt (Richtig, das ist schließlich eine meiner Tugenden!).
Aus den angegebenen Zutaten kommt ein gutes Kilo Pesto heraus, wer sich lieber vorsichtig herantasten möchte, probiert es erstmal mit der halben Portion.

Zutaten:
– 500g Bärlauch
– 200g Cashews (oder 150g Cashews & 50g Walnüsse)
– 80g Sonnenblumenkerne
– 30g Hefeflocken
– 4 TL Salz
– 3 EL frischer Zitronensaft
– 250-300ml Sonnenblumenöl

Los gehts, indem ihr den Bärlauch wascht, auf dem Küchentisch ausbreitet und portionsweise mit dem Küchenhandtuch grob trocken tupft. Als nächstes werden die Stiele großzügig entfernt und der Bärlauch zerkleinert. Ich nehme mir dazu gern eine handvoll Blätter, die ich gleichmäßig in eine Richtung lege, so dass ich die Stiele alle auf einmal abschneiden kann. Jetzt kommt Trick 17: eine Kräuterschere zum Zerkleinern des Bärlauchs. Genau so, wie ich den Bärlauch noch in der Hand habe, schneide ich ihn in Streifen in eine große (!) Schüssel. Das Schnippeln mit der Kräuterschere geht sehr zügig, dürfte auch bei Küchenlegasthenikern klappen und es hat noch einen weiteren Vorteil: der Bärlauch läuft (im Gegensatz zur schnellen Pürierstabversion) nicht Gefahr, bitter zu werden. Die Nüsse und Sonnenblumenkerne werden ohne Fett ganz kurz in der Pfanne angeröstet und anschließend  im Blender gemixt. Ich mag es, wenn das Pesto ein bisschen Biss hat, deshalb reicht mir persönlich ein kurzes Anmixen aus.
Und nun gehts ans Kneten!
Über euren streifig geschnittenen Bärlauch gebt ihr die Nüsse, Hefeflocken, Zitronensaft, Salz (je nach Geschmack ein bisschen Pfeffer), und nach und nach das Sonnenblumenöl hinzu. Knetet alles kräftig mit den Händen durch, bis eine schöne grüne Masse entsteht. Je nachdem, ob ihr das Pesto lieber pastiger oder öliger haben wollt, gebt ihr weniger oder mehr Öl hinzu. Ihr könnt an Stelle des Sonnenblumenöls natürlich auch Olivenöl nehmen, ich persönlich bevorzuge Sonnenblumenöl, da es geschmacksneutraler ist und dem Bärlauch mehr Raum gibt.
Das Pesto lässt sich sehr vielseitig kombinieren, in der pastigen Version mit weniger Öl macht es sich pur auch wunderbar als Brotaufstrich. Egal ob klassischerweise zu Nudeln oder Kartoffeln, grundsätzlich kann man damit kaum etwas falsch machen. Da ich es mag, wenn es in meiner Küche einfach, schnell und lecker zugeht und zudem fester Überzeugung bin, dass man nahezu alles auf dem Teller durch Zugabe von Knobi/ Bärlauch aufwertet, ist dieses Pesto für mich eine ziemlich köstliche Win-win-Situation.
In Gläsern abgefüllt und mit etwas Öl obendrauf hält es sich theoretisch einige Zeit im Kühlschrank, allerdings kann es aufgrund der leckeren Umstände durchaus vorkommen, dass das Glas dann doch urplötzlich leer ist.

Wenn ihr noch Bärlauch und Öl übrig haben solltet und/ oder Lust auf mehr Bärlauch habt, könnt ihr mit dem kleingeschnittenen Bärlauch ein Öl ansetzen, dieses zwei Wochen lang im Kühlschrank ziehen lassen, abseihen und fertig ist das Würzöl. Mit Blick auf die kommende Grillsaison kommt der Bärlauch auch unschlagbar gut als Bärlauchbutter, die man übrigens auch prima einfrieren kann. Ich habe dazu Bärlauch, Alsan Pflanzenmargarine, etwas Zitronensaft & Salz miteinander vermengt, portionsweise gerollt und im Tiefkühlfach verstaut.
Et voilá, so einfach ist das.
Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Rausgehen, Ausprobieren und Schnabulieren.

Esst ihr auch so gern Knobi, Bärlauch & Co.?
Wart ihr schon auf Bärlauchjagd?
Wie macht ihr euch frühlingsfit?

Bon Appétit & liebste Frühlingsgrüße,
Mexi

Bärlauch Rezept Bärlauchpesto Bärlauchöl Bärlauchbutter vegan

meine Naturkosmetik Beauty Favoriten 2015

Naturkosmetik Beauty Favoriten 2015
Auch wenn 2016 bereits im vollen Gange ist, hab ich eins nicht vergessen, nämlich bei aller Liebe zur Gegenwart von Zeit zu Zeit in die Vergangenheit zurückzuspulen, denn manchmal lehrt sie uns Dinge, die von Bedeutung sind. Hier an dieser Stelle wird es zwar keine geschichtsträchtigen Ereignisse mit eindeutigen Kausalzusammenhängen geben, dennoch möchte ich die Gelegenheit ergreifen und kurz und knackig über meine Beautylieblinge aus 2015 plaudern, denn einige davon werden mich wohl definitiv länger begleiten. Und ja verdammt, dieses 2015 wird ein Jahr bleiben, an das ich mich erinnern werde.
A propos Gegenwart, für 2016 habe ich ganz bodenständige und pragmatische Vorsätze ins Auge gefasst. Ich möchte mehr glitzern, mehr Kuchen essen und bei dringender Notwendigkeit mehr pöbeln. Nun sitze ich hier mit einer dampfenden Kanne Drei Zimt Tee, PJ Harvey, einem überdimensional großen Stück Schokokuchen und besinne mich nochmal kurz auf meine Ziele. Da es grad keinen Grund zum Pöbeln gibt, gibts stattdessen Glitzer.
Ich spule zurück, Bahn frei für meine Liebhaber des letzten Jahres.

Naturkosmetik Beauty Favoriten 2015 dekorative Kosmetik
dekorative Kosmetik
Los gehts mit meinen liebsten dekorativen Begleitern. Einige davon werden mich aus Gründen leider nur bis zum letzten Krümel begleiten, denn ja, es sind limitierte oder inzwischen ausgelistete Sachen dabei. Nichtsdestotrotz bleibt auch ein limitiertes Produkt mit Begeisterungspotential ein gutes Produkt, auch wenn weder ich noch irgendjemand anderes es (nach-)kaufen kann und genau deshalb sollen auch jene an dieser Stelle wohlverdiente Würdigung finden.
Gute Texturen und Naturkosmetik wollen nicht immer gut miteinander funktionieren, manchmal aber sehr wohl, auch im dekorativen Bereich. 2015 war definitiv ein Jahr, in dem ich die Liebe zu Cremetexturen für mich entdeckt habe. Grundsätzlich schminke ich mich inzwischen tendenziell weniger, dafür aber anders. Obwohl meine Haut um einiges ruhiger geworden ist, greife ich immer mal wieder gern zu Kompaktmakeups, um Müdigkeit oder kleinere Rötungen aus meinem Gesicht zu vertreiben. Zu schade, dass ich nicht eher auf das 2in1 Cream To Powder Make-up von Terra Naturi (leider ausgelistet) gekommen bin, denn die leicht gelbstichige Nuance passt sich meinem hellen Hautton perfekt an ohne kalkweiß, schweinchenrosa oder braungefleckt im Gesicht auszusehen. Es deckt je nach Dosierung gut bis sehr gut ohne merkwürdige Streifenbildung, so dass ich eigentlich kaum zusätzlich Concealer brauche und das beste ist, dass ich damit stundenlang angenehm matt bleibe. Im Zuge des cremigen Make Up-Auftrags habe ich mein ebelin Make Up Ei zu schätzen gelernt und endlich verstanden, warum diese Schwämmchen seit Erscheinen so sehr gehypt werden. Es ist so herrlich einfach, damit gleichmäßig und obendrein flott Foundation aufzutragen und diese eben nicht nur aufzutragen, sondern ordentlich in die Haut einzuarbeiten. Oftmals war es mir bei Foundations, egal ob Naturkosmetik oder konventionell, zu mühselig, so viel Zeit für einen gleichmäßigen Auftrag zu investieren, der dann doch manchmal maskenhaft oder over the top war, inzwischen mache ich das morgens mit links, auch im Halbschlaf und möchte unbedingt irgendwann mal den originalen Beautyblender ausprobieren. Brauche ich doch hier oder dort mal etwas zusätzliche Deckkraft, ist der „un“ cover-up von rms jederzeit eine sichere Bank. Ich hatte ihn mir damals als Tröster für meine Augenringe zugelegt, aufgrund der recht reichhaltigen Textur konnte er jedoch speziell im Augenbereich nie meinem geliebten Studio 78 Concealer das Wasser reichen, da er dafür einfach zu cremig ist und sich für meinen Geschmack zu schnell in die (Lid-)Falten absetzt. Dafür hat er andere Qualitäten, nämlich seine starke Deckkraft, die ich mir am liebsten punktuell zu Nutze mache. Er lässt Unreinheiten zuverlässig und langanhaltend verschwinden und die gelbstichige Nuance „11“ passt mir persönlich perfekt, das war Liebe auf den zweiten Blick. Liebe auf den ersten Blick war es übrigens, als ich das UNE Breezy Cheeks Blush „B23“ im Budni in der Europa Passage in Hamburg vor mir hatte. Die Nummer „B23“ würde ich als peach mit kraftigem Rosteinschlag beschreiben, welcher das Gesicht schön anwärmt und nicht nur Frische, sondern zugleich auch einen kleinen Sonnenkuss auf die Wangen zaubert. Ich liebe diese intensive und feine Pigmentierung, die sich so herrlich gleichmäßig auftragen lässt und mir ist jetzt schon klar: das wird nicht mein letztes Cremerouge von UNE bleiben, denn wenn die eins können, dann Cremerouge. Noch eins drauf in Sachen Wangen setzt der Magic Touch Highlighter von Couleur Caramel (Ethno Summer LE), der für mich ein echtes Highlight im wahrsten Sinne ist. Im Vergleich zum bekanntem Living Luminizer kommt er nicht so fettig und eher pudrig daher, strahlt dafür aber mit der Sonne um die Wette, auch wenn sie mal nicht scheint. Den Schimmer hat CC mal wieder vielschichtig gehalten, denn der sehr helle, weißlich schimmernde Rosaton wirkt zwar erstmal eher kühl, der feine Hauch Gold darin gibt je nach Lichtverhältnissen noch ein bisschen Wärme mit rein. Auf den Wangenknochen geht er sowieso immer, ich gebe ihn auch sehr gern in den Augeninnenwinkel und zack, der Blick wirkt geöffnet, ich sehe sofort wacher aus. A propos wacher, ich habe letztes Jahr nochwas gelernt. Ich wollte es erst nicht glauben, aber es leuchtet ein: lieber oben ohne als unten ohne. Gemeint ist der Lidstrich, auf den ich als Rahmengeber am oberen Wimpernkranz jahrelang nicht verzichten wollte, inzwischen lasse ich diesen weg und betone eher den unteren Wimpernkranz mit dem dunkelbraunen Alterra Khol Kajal 04 Dark Nights, der ohne viel Druck gut Farbe abgibt und sich gut verblenden lässt. Warum? Die Linie oben drückt optisch zu sehr auf meine ohnehin kleinen Augen, eine Rahmung untenrum macht viel mehr her. Optional gibt mir Mascara am oberen Wimpernkranz einen fluffigeren Rahmen obendrauf und da kommt „Nightfall“ von ILIA* ins Spiel, eine Mascara, die ich vor noch nicht allzu langer Zeit lieben gelernt habe und das, obwohl ich das Gummibürstchen unterirdisch finde. Ich hatte schon ein bisschen in meinem Post zur Puritybag von ihr geschwärmt und bin noch immer begeistert von ihrer astreinen Haltbarkeit und dem natürlichen Wimpernergebnis. Für mich ist sie eine wunderbare Alltagsmascara: ich finde sie so toll, dass ich die Umständlichkeit in Kauf nehme und regelmäßig mein ausrangiertes Mascaravolumenbürstchen in die Kartusche stecke – ohne Wimpernzucken, weil ich die Mascara mag. Auf den Lidern mag ich es nach wie vor natürlich und arbeite gern mit Licht und Schatten. Die für mich perfekte Base für jedes Augen Make Up ist der alverde Mono Matt „Vanilla 20“ (ehemals warm vanilla), den ich aus Begeisterung schon unzählige Male nachgekauft habe. Er hellt das Lid schön auf, mattiert und lässt sich durch die intensiv feine, fast schon seidige Pigmentierung hervorragend verteilen. Soviel zum Licht mit warmer Vanille, was die Schatten angeht, hatte ich seit der Jahresmitte fast  täglich die (limitierte) Lidschattenpalette „Diary of Love“ von Terra Naturi beim Wickel. Gleich mal vorweg: ja, na klar, es gibt besser pigmentierte Lidschatten im Naturkosmetikbereich und ich muss hier keine Namen nennen, dennoch begeistert mich diese Palette durch ihre sehr (!) kompakte Form und die natürlich wirkenden, teils ins rötliche gehenden Lidschatten. Man kann sie kaum überdosieren und ist damit auch im morgendlichen Schlaftaumel immer auf der sicheren Seite. Falls ihr sie in eurem Müller noch entdeckt, kauft sie.
Euch wundert es wahrscheinlich nicht, das Ylang Ylang Aroma Spray von Florascent hier bei der Deko zu sehen, denn eins ist klar: ich bin und bleibe ein Blumenmädchen und Düfte/ speziell Parfums laufen bei mir unter der Kategorie das gewisse Etwas. Ylang Ylang gilt bekanntlich als Blume der Blumen und das möchte ich unterschreiben. Jederzeit könnte ich mich in diesem sinnlich-femininen Duft baden, dieser florale Zauber beflügelt meinen Geist immer wieder, für mich ist er das perfekte Accessoire.
Hach!Naturkosmetik Beauty Favoriten 2015 Pflege
Pflege
Wo wir gerade bei floralen Düften sind, mache ich gleich mal weiter. Der Flower Power Badeextrakt von Maienfelser ist ein wahrer Blütenreigen, aus u.a. Ylang Ylang, Jasmin, Lindenblüte, Holunderblüte und der intensive (!) Duft verwandelt beim Baden nicht nur meinen Körper und mein Badezimmer in eine Blumenwiese, sondern die ganze Wohnung gleich mit. Ich liebe diesen Duft und könnte mir diesen sogar als verspieltes Parfum vorstellen, deshalb ist es jammerschade, dass sich dieser Badezusatz sang- und klanglos aus dem Sortiment verabschiedet hat, ein Nachfolger wird dringend gesucht. Ebenfalls herrlich blütig schnuppert das Königin der Nacht Körperöl von farfalla*, welches florale Noten aus Jasmin und Ylang Ylang mit einem klitzekleinen Hauch fruchtiger Mandarine verbindet und so intensiv duftet, dass ich mir ein zusätzliches Parfum fast schon sparen kann. Ich liebe die sinnliche und reichhaltige Begegnung mit Hautölen (in diesem Fall Jojobaöl) ohnehin, auf diesem hier steht ganz eindeutig mein Name drauf. Oh, und einen hab ich noch. Bevor mir „Lilac Blossom“ von deep steep vor die Nase kam, ist mir noch keine Bodylotion mit fröhlichem Fliederduft untergekommen und ich  l i e b e  sie, aber nicht nur wegen der Blümchen, sondern viel mehr, weil deep steep einfach göttliche Bodylotions macht, die statt Wasser & Alkohol reichlich Aloe Vera & Sheabutter enthalten und großartig langanhaltend pflegen. Obendrein sind die Duftkombis toll und wann immer ich bei Tk Maxx eine deep steep Bodylotion sehe, kaufe ich sie. Bei aller Liebe zu Düften habe ich in puncto Gesichtspflege mittlerweile einen anderen Weg eingeschlagen und pflege & reinige weitestgehend ohne Beduftung, mild, ohne Alkohol. Meine sensible Mischhaut dankt es mir, indem sie deutlich ruhiger geworden ist und durch den Verzicht auf Reizpotential zu einer neuen Balance gefunden hat. Was die Reinigung angeht, habe ich das Mizellenwasser von Jonzac aus der REhydrate-Serie in mein Herz geschlossen, welches meine Haut abends schonmal recht gründlich und ruchzuck von Make Up und den Spuren des Tages befreit. Das hier gezeigte ist sehr mild beduftet, von Jonzac gibt es in der REactive-Linie aber auch noch noch ein ganz unbeduftetes Wässerchen, das weit oben auf meinem Wunschzettel steht, da mich die Reinigung mit Mizellenwasser einigermaßen begeistert. Morgens bzw. im Anschluss ans Mizellenwasser reinige ich mein Gesicht mit der No Perfume Reinigungsmilch von urtekram nach. Ich mag sie unheimlich gern, da sie schön milchig ist, gut emulgiert und meine Haut gründlich, aber dabei schön sanft reinigt. Zum Schluss möchte ich noch ein kleines Liebeslied auf die noch relativ neue Haarpflege von benecos singen. Mein feines Haar ist zwar relativ schnell überpflegt und hängt schlapp und schwer herunter, braucht aber trotzdem bei und nach der Wäsche immer einen Happen Pflege, um gesund und vor allem glänzend zu sein. Genau diesen Bogen schaffen viele Haarprodukte für mich nicht, denn entweder bringen sie zuviel des Guten, oder zu wenig davon. Anders ist es beim Aprikose & Holunderblüte Shampoo von benecos*, welches für mich die perfekte Mischung aus zuverlässiger Reinigung und einer Idee Pflege in sich vereint, genau deshalb habe ich mir neulich gleich schonmal Nachschub davon geordert. Noch lange nicht leer ist mein benecos Conditioner Melisse*, der soo unfassbar reichhaltig cremig ist, dass ich davon nach dem Waschen nur eine Fingerspitze benötige, um meine Längen kämmbar zu machen. Obendrein mag ich den authentisch frischen Duft nach Melisse sehr. Diese beiden Haarmeister hat benecos auf den Punkt hinbekommen und ähnliches ist mir bislang bei so günstiger NK für die Haare noch nicht untergekommen.
Ich ziehe meinen Hut, die Rückspultaste ploppt hoch und das Tape stoppt.

Was sind/waren für euch die Dauerbrenner aus 2015?
Was wünscht ihr euch für 2016?
Wenn ihr ein limitiertes/ nicht mehr erhältliches Produkt zurückholen könntet, welches wäre das?

Liebste & glitzernde Grüße von hier nach dort,
Mexi
Wintersonnenwende 2015
*wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt