eine Tasse voll Gold: Goldene Milch DIY

Goldene Milch Diy Rezept
Wenn es draußen kalt ist, gibt es doch nichts Schöneres, als sich mit einem leckeren Heißgetränk von innen zu wärmen. Einer meiner derzeit liebsten Begleiter durch die dunkle Jahreszeit ist Goldene Milch (neudeutsch Kurkuma Latte) und das Rezept zu eben dieser goldigen Leckerei möchte ich heute mit euch teilen.
Kurkuma hat sich langsam aber sicher fast schon zum Trendgewürz entwickelt, was sicherlich auch an den zahlreichen positiven Eigenschaften liegt, die dem Farbstoff Curcumin zugeschrieben werden.

Kurkuma kennen die meisten sicherlich als Bestandteil von Curry, dem er seine leuchtend gelbe Farbe verleiht, oftmals wird er auch in Lebensmitteln als E100 zur Farbgebung beigemischt.
Die gelbe Knolle soll entzündungshemmend, stoffwechselanregend und immunsystemstärkend wirken und ganz nebenbei schmeckt sie auch ganz hervorragend, win-win quasi. Inzwischen gibt es sogar schon eine fertige Kurkuma Latte-Mischung von Sonnentor, die mich geschmacklich als auch von der etwas krümeligen Konsistenz jedoch nicht ganz so überzeugen konnte, erst recht im Vergleich zum Geschmack des frischen Kurkuma. Ich persönlich mag das unvergleichliche Aroma der frischen Knolle sehr und ziehe es dem getrockneten Pulver definitiv vor. Der frische Gelbwurz liefert neben dem Curcumin auch ordentlich Vitamine und Mineralstoffe, wenn ihr also demnächst mal frischen Kurkuma vor der Nase habt, dann greift ruhig zu und gönnt euch eine gute Portion Tassengold.
Hier in Hildesheim kaufe ich meinen Kurkuma entweder auf dem Wochenmarkt oder noch lieber bei denns, denn dort ist er deutlich günstiger und frischer.

goldene-milch-paste-kurkuma-rezept-zutaten

Zutaten:
200g frischer Kurkuma (ca. 150g geschält)
20g Leinöl
80g Kokosöl geschmolzen
120g Agavendicksaft
1 TL Zimt
1 TL gemahlene Vanille
1/2 TL gemahlener schwarzen Pfeffer
1/4 TL Muskat oder Muskatblüte
etwas Anis nach Geschmack

Zubereitung
Zuerst erwärmt ihr das Kokosöl in einem Wasserbad. In der Zeit wird der Kurkuma mit einem Teelöffel grob geschält. Die Schale löst sich ganz gut ohne viel Druck, achtet beim Kauf am besten schon darauf, dass ihr euch die schönsten und größten Knollen aussucht, denn diese liegen beim Schälen einfach besser in der Hand als kleine fummelige Stückchen. Zum Schälen zieht ihr euch am besten Handschuhe an, denn Kurkumagold färbt erbarmungslos alles. Dann gebt ihr die flüssigen Zutaten und die Gewürze in den Mixer, obenauf die geschälten Kurkumaknöllchen, mixt alles für 2-3 Minuten gut durch und tadaa, fertig ist euer Kurkumapüree, das später im gekühlten Zustand wieder etwas fester werden wird. Kokos- und Leinöl und auch das Piperin des schwarzen Pfeffers helfen dabei, das Curcumin für uns bioverfügbar zu machen.

Mit der fertigen Paste habt ihr einen schnellen Zugriff auf euer Gold aus der Tasse und abgefüllt in kleinen Döschen/ Gläsern hält sie sich gut zwei Wochen im Kühlschrank. Ich habe zur Zubereitung der Paste verschiedene Mixer probiert und war mit dem sehr feinen Ergebnis meines Hochleistungsmixers sehr zufrieden. Auch mit einem Nicht-Hochleistungsgerät mit Glasbehälter und ordentlich Wumms könnt ihr eine sehr feine Paste zaubern, mit dem Vorteil, dass ihr nicht Gefahr lauft, helle Plastikteile am Mixer dauerhaft kurkumagold einzufärben. Ganz okay, aber ein bisschen stückig war das Ergebnis aus dem Mini-Zerkleinerer.
Achja, noch ein kleiner Tipp am Rande: wenn ihr die Paste fertig abgefüllt habt, könnt ihr eure erste Tasse gleich mal mit den Kurkumaresten aus dem Mixer aufgießen & genießen und gleichzeitig den Mixbehälter spülen.

Ich trinke meine Goldene Milch am liebsten mit Mandel-, Hafer- oder Reismilch, die von sich aus schon etwas süßlicher schmeckt.
Einen guten Teelöffel der Paste auf eine Tasse heiße Milch euer Wahl, kräftig umrühren und genießen,
Prösterchen!

Falls ihr euch lieber erstmal langsam an die goldene Knolle rantasten wollt oder keine Möglichkeit habt, an frischen Kurkuma zu kommen, findet ihr bei ein bisschen vegan ein Rezept für eine Goldene Milch-Paste mit Kurkuma in Pulverform.

Seid ihr auch so verrückt nach Goldener Milch?
Wie trinkt ihr sie am liebsten?

Habt ganz viel Spaß beim Nachmachen & Genießen.

Kurkuma Latte diy Tasse

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Mexi in der MYWAY, yay!

myway juli2

Ihr Lieben,

es grünt so grün!
Während meiner kleinen Festival- und Kopfsortierpause ist einiges passiert und was nun folgt ist ein kleines persönliches Sammelsurium daraus.

A moment to remember
Mich hat eine Meldung vom Naturkosmetikportal naturalbeauty.de auf Facebook völlig aus den Socken gehauen, denn ich wurde doch tatsächlich in myway juli1der grade noch so aktuellen Juliausgabe des Frauenmagazins MYWAY auf Seite 77 erwähnt. In besagtem Artikel wird eine Auswahl an einschlägigen Naturkosmetikmarken mit Produktbeispielen vorgestellt und außerdem wird auf 4 Links, unter anderem auch dabei die großartige Julie von Beautyjagd, zu „schönen grünen Seiten im Netz“ verwiesen. Als kleines Fischchen im Riesenbecken von großartigen (Naturkosmetik-)Blogs könnt ihr euch meine Ungläubigkeit sicher vorstellen.

myway juli3
Wer auch immer aus der MYWAY-Redaktion mir diese Krönung beschert hat, ich freue mich riesig darüber. Ich war völlig sprachlos und habe es heute endlich & gerade noch rechtzeitig in den Zeitschriftenladen geschafft, um mir ein denkwürdiges Exemplar davon zu besorgen.
Wahnsinn! .)
Da ich finde, dass diese Liste an schönen grünen Seiten im Netz noch vieel länger sein müsste, seid ihr herzlich dazu eingeladen, eure (Lieblings-)NK Blogs oder eure eigenen Blogs mit Schwerpunkt Naturkosmetik oder allerlei Grünem hier in den Kommentaren zu verlinken und vielleicht kurz mit ein paar Worten vorzustellen.
Let’s spread the world!

Rossmann verteilt Blogger-News
Seit Ende Juni gibt es nun auch wie bei Dm die Möglichkeit, sich bei dem (wie ich finde längst überfälligen) Rossmann Blogger-Newsletter anzumelden um die neuesten News nicht zu verpassen. Dabei gibt es sogar einen Filter, mit dem sich einstellen lässt, welche Informationen man erhalten möchte (Naturkosmetik, vegane Produkte, dekorative Kosmetik…).

Eingekauft: Zutaten fürs selbstgemachte Deodorant
In Sachen Kosmetikraubzügen bin ich in den letzten Tagen und Wochen eher in der Defensive und lese im Moment mehr über Produkte als dass ich sie deocreme diykaufe. Dennoch musste mein Geldbeutel dran glauben: eingekauft habe ich kürzlich neben Kaiser Natron, Zinkoxid und Pfeilwurzelstärke einige naturreine ätherische Öle. Mit diesen Zutaten werde ich, sobald meine Stärke und das Lavendelöl und das Ylang Ylang Öl bei mir eingetroffen sind, mein nächstes Selbstrühr-Rezept starten und meine erste Deocreme selber mischen. Die ätherischen Öle werde ich außerdem zur natürlichen Beduftung meiner Ölkuren verwenden, denn im Haar halten sich Düfte ja sehr lang und warum nach Sheabutter und Jojobaöl schnuppern, wenns nicht auch besser geht?! ,)
Achja, á propos kaufen und lesen! Ich habe mir heute wie neulich schonmal angedeutet das Buch Naturkosmetik selber machen auf Amazon gegönnt und bin schon richtig gespannt darauf. Falls ihr Fragen speziell zum Buch habt, dann immer frei raus damit.

Neu auf der Fensterbank: Aloe Vera
aloe veraAußerdem durfte ein waschechter Aloe Vera Barbadensis Miller Ableger bei mir einziehen, den ich seitdem hege und pflege und der mir hoffentlich irgendwann wertvollen Saft als feuchtigkeitsspendende Komponente in meinen Prewash-Ölkuren Haarpflege spenden wird. Solange wie sich dieses zarte Pflänzchen freilich noch strecken muss, hilft mir mein neu erworbenes Aloe Vera Gel von Aubrey Organics aus.

 

Liebste Grüße,
eure Mexi

Meine durstige Mähne liebt: Haarkur mit Jojobaöl & Sheabutter

prewash Haarkur1 Kopie

Hallo ihr Lieben,

Feiertage eignen sich immer ganz wunderbar um sich etwas Zeit für sich selbst zu nehmen.
So auch heute am männerfreien Himmelfahrtstag, denn ich habe kurzerhand einen kleinen Beautytag eingelegt und möchte euch im Zuge dessen (Achtung, ausführlich!) von meiner Haarpflege mit Jojobaöl und Sheabutter berichten.

Wie kam es eigentlich dazu?

Ich habe überschulterlanges Haar, das recht fein und zudem ziemlich trocken ist (ja, ich weiß: eine Albtraumkombination). Nach der Umstellung von konventioneller Haarpflege auf silikonfrei Anfang des Jahres sahen meine Haare wirklich unmöglich aus. Unter meiner jahrelang gezüchteten Silikonschicht kam die ungeschönte Wahrheit Stück für Stück ans Licht. alverde olive henna Logona Bier-Honig ShampooNicht nur meine Kopfhaut war plötzlich ziemlich schuppig und trocken, sondern vor allem meine gefärbten Längen waren unfassbar stumpf, glanzlos, krisselig und knisterten förmlich vor Trockenheit zwischen meinen Fingern. Jeder Waschgang war eine echte Tortur und am meisten vermisst habe ich tatsächlich meinen Gliss Kur Sprühconditioner, denn der hat es für gewöhnlich erst möglich gemacht, mein ohnehin im nassen Zustand schwer kämmbares Haar zu entwirren. Die Umstellungs- und Übergangsphase wurde außerdem noch erschwert durch die anstrengende Suche nach passenden Pflegeprodukten, denn schließlich musste alles neu und ich hatte ehrlich gesagt weder Muße noch das passende Kleingeld für einen Haufen neuer Testprodukte, aus denen ich dann irgendwann mal das richtige heraussondiert habe. Himmel, sah das schlimm auf meinem Kopf aus und ich war fast schon so verzweifelt, dass ich fast wieder rückfällig geworden wäre und es musste also schnellstmöglich eine Lösung her. Mein Anspruch an meine neuen pflegenden Produkte war natürlich auch hoch, denn sie sollten nicht nur ohne Silikone, sondern möglichst auch ohne Alkohol auskommen, was bei Naturkosmetik (leider) eine echte Aufgabe darstellt. Ich hatte im Netz einiges zu pflegenden Ölen und Prewash-Ölkuren gelesen und habe alles auf eine Karte gesetzt und mir schlussendlich zuerst Sheabutter und später Jojobaöl zugelegt, was sich für mich als echte Erlösung in der Not entpuppt hat.

Meine „neuen“ Haare

Ich bin SO froh, dass ich das Projekt silikonfrei trotz einiger Strapazen durchgezogen habe.
Meine Haare sind inzwischen wieder ansehlich, käftiger & genährt und fühlen sich auch spürbar gepflegter an, auch wenn ich mal eine Wäsche ohne Ölkur mache und sie sahen laaange nicht so gut aus. Natürlich sind sie durch Fönen und jahrelanges chemisches Färben immer noch recht strapaziert, aber der zugegebenermaßen erhöhte Aufwand durch regelmäßige Ölkuren hat sich wirklich bezahlt gemacht. Auch meine Kopfhaut hat ihr Gleichgewicht wiedergefunden und ich bin sehr zufrieden mit den beiden Shampoos, die ich derzeit verwende: das Logona Volumen Shampoo und das alverde Olive Henna Shampoo, welches sich für mich auch wunderbar zum Auswaschen des Öls macht und mir außerdem erfreulicherweise einen längeren Waschrhythmus beschert. Ich wasche zur Zeit alle 5-6 Tage statt vorher alle 3 Tage mit silikonhaltiger Haarpflege.

sheabutter shea gold

Das Herzstück meiner Ölkuren bildet unraffinierte, reine Sheabutter aus dem Afrikahandel Onlineshop,
welchen es übrigens auch bei Ebay gibt, und Jojobaöl von CMD.
Diese beiden Zutaten eignen sich übrigens auch zur Hautpflege.
Ihr seht schon, meine Komposition ist recht „wachslastig“ und sorgt damit für die Glättung meiner porösen Haaroberfläche, die vorher silikonversiegelt war. Derzeit bin ich noch auf der Suche nach einem schönen Aloe Vera Gel für die ergänzende Feuchtigkeitskomponente und bin schon fast drauf und dran, mir ein schönes Pflänzchen hinzustellen um mir meinen reinen Aloe Saft selbst herzustellen.
Ich halte euch dazu auf dem Laufenden. .)

So gehts:

Vorbereitung

Die hellgelbe Sheabutter ist im ‚kalten‘ Zustand bei Zimmertemperatur fest. Ich schmelze circa einen Teelöffel davon in einem kleinen Teelichtglas im Schüsselchen mit Warmwasserbad. Währenddessen kämme ich meine Haare schonmal gründlich durch.

sheabutter_vorher nachher

Im geschmolzenen Zustand ist die Sheabutter leuchtend gelb und von öliger Konsistenz. Dieser gesellt sich dann ein weiterer Teelöffel Jojobaöl dazu. Dieses Gemisch riecht zum einen typisch ölig durchs Jojobaöl, aber auch recht nussig durch die Sheabutter.

Sheabutter Jojobaöl Haarkur_ZugabenIn letzter Zeit habe ich zur Beduftung noch ein paar Pumpstöße meines geliebten Alterra Limette & Olive Körperöls hinzugegeben, welches dem ganzen einen etwas frischeren Duft gibt, denn nicht nur das Öl zieht quasi ins Haar ein, sondern natürlich auch der Geruch, der allein mit Naturkosmetikshampoos kaum zu überdecken ist und lange im Haar verbleibt. Außerdem „pimpe“ ich das Ölgemisch gern noch mit einem Spritzer reinem Mandelöl und heute habe ich noch einen Klecks meiner Cosnature Tagescreme Wildrose (ohne Alkohol) hinzugegeben, die ich leider nicht mehr fürs Gesicht benutzen kann, da meine empfindliche Haut darauf leider mit Pickelchen reagiert. Das ganze wird mit dem Teelöffel ordentlich durchgerührt und so kanns auch schon losgehen.

sheabutter_fertig

Auftragen, feststecken, einwirken lassen

Zuerst mache ich mir am höchsten Punkt des Kopfs einen Zopf. Ich träufle das Ölgemisch löffelweise etwa eine Hand breit in meine Längen und auch wirklich nur dorthin, dafür aber großzügig, denn dort wird es gebraucht. Übrigens mache ich das kopfüber um wirklich alle Längen im Griff zu haben und alles schön einölen zu können.

sheabutter prewash

Dabei bin ich auch wirklich nicht zimperlich und nachdem ich das Öl überall verteilt habe, kämme ich es mit meiner Bürste nochmals schön ein, was ich immer sehr genieße, denn es flutscht nun so schön. Nun teile ich meine Haare in 2 große Partien und drehe diese ineinander ein. Bevor ich diesen Zopf  dann zu einem Dutt ganz oben auf meinem Kopf feststecke, bekommt die Spitze des Zopfs nochmal eine dicke Extraportion Öl ab, ich tunke ihn nämlich in alles, was sich noch am Boden des Gläschens befindet und wische quasi die wertvollen Reste damit aus. Auf dem Bild links kann man ganz gut erkennen, dass meine Haare förmlich mit Öl durchtränkt sind. Außerdem ganz offensichtlich ist, dass meine Spitzen mal wieder geschnitten werden müssen, was ich nach meiner nächsten Hennapackung auch machen werde und mein frisch erworbener CreaClip Verschnitt wartet schon auf seinen ersten Einsatz.

sheabutter dutt

Die Sheabutter wird sobald sie abkühlt mit der Zeit natürlich wieder fest und schließt quasi alle anderen öligen Zutaten ins Haar ein. Das Haar sollte nun so lange wie möglich Zeit bekommen, um das Öl aufnehmen zu können und da bietet es sich natürlich an, das ganze über Nacht in den Haaren zu lassen. Falls ihr noch längere, schwerere Mähnen als ich zum hochbinden mir Ölkur habt, hat die zauberhafte Nixenhaar eine robuste Frisur für über Nacht vorgezeigt. Zum Schlafen knote ich mir immer ein großes altes Tuch um den Öldutt, damit nichts von dem Öl auf meinem Kissen landet. Meistens mache ich die Kur sonntags am frühen Abend, wenn ich eh nicht mehr das Haus verlasse und wasche sie dann Montag morgens aus, bevor ich mich zur Uni fertig mache.

Auswaschen

Nun kommen wir zum schwierigsten und auch zeitintensivsten Teil, dem gründlichen Auswaschen. Den eingeölten Zopf spüle ich 1-2 mal in einer lauwarmen Wasserpfütze im Waschbecken durch, kämme dabei mit der Bürste im Wasser ein bisschen durch und verteile danach einen ordentlichen Klecks Spülung in meinen Längen. Warum Spülung? Gleiches löst sich ja bekanntlich gern in Gleichem und der Condi macht es etwas leichter, das Öl wieder aus dem Haar zu lösen. Während ich meine morgendliche große Tasse Kaffee schlürfe, hat der Condi Zeit zum Wirken. Danach spüle ich den Conditioner gründlich im Waschbecken aus und wasche meine Haare wie gewohnt zweimals gründlich durch. Es war für mich nach meiner ersten Ölkur ziemlich schwierig zu bestimmen, ob nun alle Reste ausgewaschen sind, aber mittlerweile habe ich ein Gefühl dafür entwickelt, wieviel Shampoo und wieviel Ausspülen nötig sind, damit das Haar nicht strähnig aussieht aber auch nicht so stark gereinigt ist, dass es ausgetrocknet wird und damit die Pflegewirkung wieder dahin. In Sachen Auswaschgrad gibt es kein Universalrezept, das muss jeder selbst herausfinden. Etwas Öl verbleibt immer noch in meinem Spitzen und macht sie schön geschmeidig & glänzend und ich finde, dass dieser Hauch wachsiger Überzug mein Haar auch vorm Austrocknen schützt und ein Trockenwerden der Spitzen zwischen den Wäschen verhindert.

Puh,
das war mein Wort zum Donnerstag und mit meinem Prewash Ölkur-Dutt auf dem Kopf mach ichs mir nun noch ein bisschen gemütlich.
Ich hoffe, dass ich euch ein bisschen inspirieren konnte. In Sachen selbstgemachte, auf meine Bedürfnisse abgestimmte Kosmetik ist mein Interesse nun  entfacht und ich forsche gerade nach tollen Selbstrühr-Rezepten und hilfreichen Beigaben zum Einarbeiten, sehr spannendes Thema!

Macht ihr auch ab und zu Ölhaarkuren?
Was haltet ihr von selbstgemachter Kosmetik? Kennt ihr tolle Rezepte zum Selbstanrühren?

Lassts euch richtig gut gehen.
Allerliebste, eingeölte Grüße
eure Mexi .)

Do it yourself: Lidschatten & Pigmente pressen

lidschatten pressen 1a

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch zeigen, wie ich meinen gebrochenen Lidschatten durch neues Pressen gerettet habe und bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal eins meiner essence Pigmente (ein wunderschönes Braun: Box of Chocolate 03) gepresst habe und es so nicht nur in der Handhabung etwas praktischer gemacht, sondern auch für unterwegs mitnehmbar gemacht habe.
Gekommen bin ich dazu, weil ich gerade dabei war, meine Monolidschatten für eine selbst zusammengestellte Palette zu depotten und dabei ist mir gleich zu Anfang einer kaputtgebrochen. Mit Schwund ist ja bekanntlich zu rechnen, hier kommt jetzt die Lösung zu dem Problem.

Zum Lidschatten/ Pigmente pressen braucht man:

+ den zerbrochenen Lidschatten/ Pigmente eurer Wahl

+ eine Flüssigkeit, z.B. das Make Up Fixing Spray von P2 oder einen 2 Phasen-Makeupentferner

+ einen spitzen Gegenstand, z.B. eine Haarnadel oder ein Holzstäbchen

+ einen kleinen Löffel

+ jede Menge Kosmetiktücker, Küchenrolle oder alten Stoff und eine Unterlage, denn ein paar Krümelchen werden sicher daneben gehen ,)

+ evt. ein Pfännchen für das Pigment

+ ein bisschen Zeit und Geduld

So funktionierts:

Ihr nehmt euch den kaputten Lidschatten und zerkleinert diesen mit einer Haarnadel/ einen Holzstäbchen, bis in euren Pfännchen nur noch winzig kleine Teilchen sind. Falls der Lidschatten noch ganz voll war, ist es manchmal besser, den Lidschatten in einem kleinen Schüsselchen zu zerbröseln, damit euch beim Stochern nicht alles über den Rand hüpft. Generell ist es ratsam, eine Unterlage auf eure Arbeitsfläche zu legen, sonst könnte es passieren, dass ihr eine riesige Schweinerei veranstaltet.
Anschließend nehmt ihr das Make Up Fixing Spray oder euren 2 Phasen Makeupentferner und gebt vorsichtig erstmal ganz wenig davon über die Lidschattenkrümelchen und verrührt das ganze, bis sich ein zähflüssiger Brei ergibt. Sollte die Masse noch zu pudrig sein, gebt ihr nach und nach noch ein bisschen mehr Flüssigkeit dazu.
Nun ist es schon soweit, mit dem kleinen Löffel könnt ihr nun die breiartige Masse etwas platt drücken und dann presst ihr euren Lidschatten wieder zurück in die alte Form.

lidschatten pressen 2a

Dazu nehmt einen Gegenstand, der der Form & Größe des Lidschattenpfännchens möglichst ähnlich ist (bei mir hat der Deckel meines Allzweckreinigers genau ins Pfännchen gepasst. Um eine glatte & feste Oberfläche zu erhalten und die überschüssige Flüssigkeit rauszunehmen, legt ihr immer wieder neue Lagen Tücher auf das Pfännchen und presst kräftig.
Mit einem Pigment ist die Arbeitsweise ziemlich gleich. Es gibt zwar nichts mehr zerkleinern, ihr müsst allerdings wirklich aufpassen, wenn ihr das Pigment in das Pfännchen gebt, sonst geht zu viel von dem schönen Zauberstaub verloren. Ich habe einfach die gewünschte Menge des Pigments auf den Teelöffel gegeben und dann von da aus vorsichtig ins Pfännchen geschüttet.
Wenn nichts mehr an Flüssigkeit in den Tüchern hängen bleibt, seid ihr fertig. Falls ihr es besonders „hübsch“ haben wollt, könnt ihr der Oberfläche des Lidschattens/ des gepressten Pigments mit einem Stück altem Stoffrest eine schöne Struktur geben.

Jetzt lasst ihr das gute Stück einfach eine Weile zum Trocknen stehen und fertsch.

lidschatten pressen 3a

Ich habe die Pfännchen jeweils über Nacht stehen gelassen und am nächsten Tag waren sie schon wieder einsatzbereit. So sah dann übrigens das Endergebnis aus:

Viel Spaß beim Lidschatten retten & Pigmente pressen

wünscht euch

eure Mexi.    .)